Soundtrack - The Grudge 2 - Cover
Große Ansicht

Soundtrack The Grudge 2


  • Label: Colosseum/Rough Trade
  • Laufzeit: 46 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Viele werden es nicht für möglich gehalten haben, aber ja, es gibt eine weitere Fassung von „The Grudge“. Takashi Shimizu („Ju On – The Curse“, „Ju On – The Curse 2“, „Der Fluch“) scheint wohl seine Lebensaufgabe gefunden zu haben und verwurstet mit minimalen Veränderungen eine weitere Episode des nicht tot zu kriegenden, japanischen Fluchs, der in Form von einem Mädchen mit langen schwarzen Haaren und einem Buben mit ebenfalls ähnlicher Haarpracht sein Unwesen treibt und für Furcht und Schrecken sorgen soll. Das der neuerliche Ableger mit seinen Bleichgesichtern ebenso wenig punkten kann wie mit Handlung und Schockszenen, hat sich schon im Vorgänger abgezeichnet, der außer schnarchlangweilig zu sein, nicht viel mehr zu bieten hatte.

War vor zwei Jahren allerdings noch Sarah Michelle Gellar (TV-Serie „Buffy“, „Eiskalte Engel“) in der Hauptrolle zu sehen und durfte Bill Pullman („Igby“, „Independance Day“, „Schlaflos in Seattle“) einen kleinen Nebenpart bestreiten, so besteht die Besetzung dieses Mal beinahe zur Gänze aus Seriendarstellern, die Vampirjägerin taucht nur noch für ein paar Minuten am Rande auf. So darf sich Amber Tamblyn („Die himmliche Joan“) als neue Fluchkillerin beweisen, denn dieser wütet natürlich noch immer, womit auch schon der komplette Plot des zweiten Hollywood-Remakes erklärt wäre.

Musikalisch wurde ein weiteres Mal Christopher Young („Düstere Legenden“, „Passwort: Swordfish“, „Der Exorzismus von Emily Rose“) als Komponist verpflichtet, der sich großteils auf das Horror- oder Thrillergenre spezialisiert hat und bereits für über 80 Spielfilme ein paar Noten zu Papier bringen durfte. Daher ist nicht verwunderlich, dass dem Hörer ohne weiteres schon mal ein Schaudern oder ein hastiger Blick nach hinten entfährt, denn ein paar Stücke („Hitan“, „Gishiki“, „Shikyo“) des Soundtracks sind perfekte Gruselware.

Wieso am Schluss dennoch nur eine dermaßen magere Wertung herausspringt, ist schnell erklärt. Young schafft es einfach nicht den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten und langweilt nach der stillen und ruhigen Einleitung durch die ersten drei Stücke, die eine durchaus gelungene Atmosphäre aufbauen, mit Wiederholungen und langweiligem, schrillen Geigengeplänkel, das vor einigen Jahren „en vogue“ war. Dadurch bleibt die Musik zum Film zwar noch immer spannender als der Streifen an sich, aber das war bei dieser auf Celluloid gebannten Gurke auch nicht schwer.

Anspieltipps:

  • Hitan
  • Shikyo
  • Gishiki
Neue Kritiken im Genre „Filmmusik“
7/10

The Hunger Games: Mockingjay Part 1
  • 2014    
Diskutiere über „Soundtrack“
comments powered by Disqus