Blood Stain Child - Idolator - Cover
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Blood Stain Child Idolator


  • Label: Dockyard 1/Soulfood
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Was haben die Japaner nur ständig mit ihren Blutgruppen? Ist es auf der asiatischen Insel denn gang und gäbe von seinen Idolen zu wissen, welche Zusammensetzung ihre Erythrozyten haben oder wozu steht in jedem Mitgliedsprofil einer Visual-Kei-Band diese relativ überflüssige Angabe? Damit bei einem Unfall auf einem Live-Auftritt so schnell wie möglich geholfen werden kann? Daraus werden wir Europäer wohl nie schlau werden.

Wie dem auch sei, Blood Stain Child haben ihre Hausaufgaben natürlich ebenfalls gemacht und so prangt gleich nach dem Geburtsdatum die eingangs erwähnte Buchstabenkombination aus A, B und 0. Ob das Auswirkungen auf den Klang ihrer ersten hierzulande veröffentlichten Scheibe „Idolator“ (in Japan bereits Nummer 3) hat, darf man bezweifeln, denn Aki (Gesang), Ryu (Gitarre), Shiromasa (Gitarre), Ryo (Bass) und Violator (Schlagzeug) würden ohne dieses Wissen an die Fans zu vermitteln sicherlich trotzdem ihre Variante von europäischem Metal spielen.

Mit eingeflochtenen Trance- oder Technoteilen hämmern, schreien, brüllen und kreischen sich die 5 Japaner durch 10 Songs, die zwar durch Pianogeklimper („Embrace me“) und abgedrehtem Gefiepe im Hintergrund („Hyper sonic“, „Trial spiral“) die Härte von angestrebten Größen wie In Flames oder Soilwork verlieren, allerdings durch die recht solide Produktion von Tue Madsen (Heaven Shall Burn, Mnemic, Raunchy) durchaus einige ordentlich bretternde Tracks beherbergen. Hat man sich erst einmal mit der eigentümlichen Klangvorstellung des Quintetts angefreundet steht dem Hörgenuss nichts mehr im Weg oder um es mit der Stimme der Plattenfirma zu sagen: „Ein rundes und kurzweiliges Album“.

Anspieltipps:

  • Void
  • Ag2o
  • Final Sky
  • Trial Spiral
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