Kitty Solaris - Future Air Hostess - Cover
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Kitty Solaris Future Air Hostess


  • Label: Solaris Empire/Broken Silence
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer sich auf die 12 Songs einlässt, wird sie sicher in sein Herz schließen.

Kitty Solaris tummelt sich schon seit den 90er Jahren mit kuriosen Auftritten im Berliner Untergrund herum. Mit ihrer Band Plastic Ivy nahm sie drei Alben und zwei EPs auf, die allerdings nicht auf einem regulären Label erschienen. Das hat sich nun geändert. Kitty Solaris gründete kurzerhand ihr eigenes Label Solaris Empire, auf dem jetzt das erste offizielle Album „Future Air Hostess“ erscheint. Damit bleibt gewährleistet, dass keine Plattenfirmenbosse in Kittys minimalen LoFi-Pop hereinreden, gleichzeitig aber mit Broken Silence ein Label-Partner da ist, der für einen bundesweiten Vertrieb sorgt.

Was Kitty Solaris (Gesang, Gitarre) und ihre Begleiter (Steffen Schlosser – Schlagzeug, Gitarre, Menno Aden – Keyboards und Olliver Benn – Keyboards) auf „Future Air Hostess“ praktizieren, ist ganz charmanter, manchmal etwas dissonanter Indie-Pop, der wie das perfekte Chill-Out-Mittel nach einer durchtanzten Großstadtnacht wirkt. Da kommen einem Vergleiche mit der frühen Juliana Hatfield in den Sinn oder lassen sich Parallelen zu der unterkühlten Stimme von Aimee Mann ziehen.

Hektik kommt bei dieser Platte zu keiner Zeit auf, auch wenn mal etwas härter in die Saiten gegriffen wird („Fighter for diversity“). Die Grundstimmung ist locker-lässig („Chance something“), es wird ab und zu melancholisch und verträumt („Future air hostess“) oder Kitty Solaris hantiert augenzwinkernd mit kleinen Doppeldeutigkeiten („You have to shave mister“). Das muss man nicht unbedingt mögen, aber wer sich auf die 12 von Tobias Siebert (Klez.E, Delbo, Hund Am Strand) produzierten Songs einlässt, wird sie sicher in sein Herz schließen. Denn gerade dieser leicht schräge Sound wie im wunderschönen „Lost in translation“ machen dieses Album zu einer unerwarteten Alternative im drögen Pop-Alltag.

Anspieltipps:

  • Change something
  • Lost in translation
  • The day you’re leaving
  • You have to shave mister
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