Cute Is What We Aim For - The Same Old Blood Rush With A New Touch - Cover
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Cute Is What We Aim For The Same Old Blood Rush With A New Touch


  • Label: Inkubator/SOULFOOD
  • Laufzeit: 42 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Jungs von „Cute Is What We Aim For“ haben sich im Januar 2005 in Buffalo, USA gefunden und beschlossen gemeinsam zu musizieren. Danach würde der geneigte Old Schooler eigentlich die übliche Ochsentour aus Touren, Touren und nochmals Touren erwarten, damit die Band bekannt wird. Aber nichts da! Heutzutage geht das anders. Shaant (Gesang), Jeff Czum (Gitarre, Piano), Fred Cimato (Bass) und Tom Falcone (Drums) haben einfach wie ihre englischen Kollegen von den Arctic Monkeys ein paar Demos ins Internet gestellt (MySpace, PureVolume und Konsorten lassen grüßen) und abgewartet.

Rock’n’Roll-like ist das eigentlich nicht. Aber Cute Is What We Aim For machen ja auch „nur” Emo-Power-Pop. Und erfolgreich war die Strategie ohnehin. Denn mit dem Atlantic Records/Warner Music Sublabel Fueled By Ramen biss schon bald eine Plattenfirma an, die die Jungs im Februar 2006 mit Produzent Matt Squire (Panic! At The Disco, The Exlposion, A Fall Farewell, Monty Are I, Thrice) nach Beltsville, Maryland ins Studio schickte. Dort spielte der Vierer die Songs für sein Debütalbum mit dem Bandwurmtitel „The Same Old Blood Rush With A New Touch“ ein, das in den USA im Juni 2006 auf den Markt kam.

Sieben Monate später sind nun auch wir in Deutschland dran, Bekanntschaft mit der gänzlich krachfreien, hübsch polierten Saubermannproduktion von Matt Squire zu machen, der seine Schützlinge fast schon in Boygroupmanier auftrumpfen lässt. Mit 12 süßlichen Warmduschermelodien, eingängigen Hooklines, kuscheligen Gitarrenriffs, Wattebauschdrums und mädchenfreundlichem Gesang, wollen die Amerikaner partout gefallen und nirgends anecken. Tja, und wenn eine klinisch reine TV-Serie wie „O.C. California“ nicht inzwischen abgesetzt wäre, würden die Jungs mit Titeln wie „Newport living“ und „There’s a class for this“ sicher als neue Helden der spleenigen Serienfigur „Seth Cohen“ einen Gastauftritt im angesagtesten Club von Newport Beach erhalten. Wenigsten davon bleiben wir verschont. Bleibt nur noch das laue Vergnügen der Debüt-CD einer weiteren MySpace-Generation-Band. Es hätte, wie gesagt, schlimmer kommen können.

Anspieltipps:

  • Risqué
  • The curse of curves
  • There’s a class for this
  • The fourth drink instinct
  • Teasing to please (left side, strong side)
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