Richard Cheese - Silent Nightclub - Cover
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Richard Cheese Silent Nightclub


  • Label: Neo/SonyBMG
  • Laufzeit: 25 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Hier haben wir es mit einem echten Spaßvogel zu tun. Namentlich Richard Cheese, „Americas loudest singer and the hardest working dick in show business“. Dieser bringt sein ganz persönliches Weihnachtsalbum einfach vier Wochen NACH dem Fest heraus. Wie verrückt ist das denn? Sei’s drum. Schon Sepp Herberger wusste, „Nach dem Fest ist vor dem Fest“. Also her mit dem „Silent Nightclub“ und den abgefahrensten Cover-Versionen im Swing-Gewand, die sich holy fuckin’ Santa nie im Leben erträumen würde. Denn wer bringt schon Dead Kennedys „Holiday in Cambodia“ mit dem heiligen Krippenfest in Verbindung? Eben!

Es gibt natürlich auch echte Weihnachtslieder, etwa „Do they know it’s christmas“ von Band Aid, ein gebelltes, gemuhtes oder miautes „Jingles bells“ („Wuff-wuff-wuff, wuff-wuff-wuff, wuff-wuff all the time“), das unvermeidliche „Silent night“ und als sogenannter Bonus Track den seit 20 Jahren immer wiederkehrenden Radiohit „Last christmas“ von Wham!, wobei dieser von Richard Cheese bereits nach 18 Sekunden (!) abgebrochen wird („This songs sucks!“).

Der Kult des „Silent nightclub“ entsteht aber durch unerwartete Songs wie „Ice ice baby“ von Pseudo-Rapper Vanilla Ice, „The trees“ von den Prog-Königen Rush, „Personal Jesus“ von Depeche Mode, Beyonces „Naughty girl“, das zu einem gefährlich swingenden rituellen Stammestanz umgemünzt wird oder Madonnas „Like a virgin“, bei dem der Refrain nicht mit einem spitzen „uuh“, sondern mit ein zackigen „hey!!!“ garniert wird. Das sorgt für dauerhaftes Schmunzeln, das noch nicht mal für Krämpfe sorgt, denn das 14 Tracks umfassende Album ist lediglich 25 Minuten kurz, was natürlich bei den heutigen Preisen für Abzüge in der B-Note sorgt.

Anspieltipps:

  • Silent night
  • Like a virgin
  • Personal Jesus
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