Red Hot Chili Peppers - Californication - Cover
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Californication


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 57 Minuten
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9/10 Unsere Wertung
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

1999 wird wohl für immer DAS Jahr der Chili Peppers bleiben, obwohl die Meinung der Fans über die künstlerisch wertvollste Platte von Kiedis & Co bis heute geteilt ist. So war das Comeback mit „One Hot Minute“ (1995) völlig anders, als sich das viele vorgestellt hatten, war ihr Stil doch früher entweder erbarmungsloserer Funk oder doch die Ballade zum dahin schmelzen. Jetzt kamen sie mit einem Album zurück, welches bei Alteingesessenen leichten Argwohn und bei der Jugend plötzlich Ruhm erntete. Die Red Hot Chili Peppers waren (mal wieder) zurück!

Muss man bei diesem Album noch einzelne Songs bewerten? Kann man glauben, dass jemand die Schoten nicht kennt und dann auch noch nicht dieses Album? „Parallel universe“, „Scar tissue“, „Otherside“, „Californication“, „Road trippin’“ – es liest sich wie die Tracklist einer „Best Of“-Platte (die „Greatest Hits“-Platte der Chili Peppers aus dem Jahr 2003 war nicht zufällig mit eben diesen Songs bestückt).

Wer jetzt aufmerksam auf die Tracklist schaut, bemerkt schnell, dass vier der genannten Titel zum ersten Drittel des Albums gehören. Im Mittelteil hapert es nämlich immer mal wieder ein wenig mit der Qualität und da liegt dann auch der Hund begraben. Der Opener „Around the world“ macht noch alles richtig und kann sich beinahe in die Riege der oben genannten Songs einreihen. Auch „Get on top“ ist nichts vorzuwerfen. „Porcelain“ kommt dann endgültig etwas schwach auf der Brust aus der Kabine.

Natürlich befinden sich Titel wie „Easily“, „I like dirt“ oder „Emit Remmus“ immer noch auf überdurchschnittlichem Peppers-Niveau, aber erst mit „This velvet glove“ kann die Band wieder so richtig auftrumpfen und mit dem finalen „Road trippin’“ liefern die Chili Peppers so etwas wie ein Meilenstein in ihrer Bandgeschichte ab.

Selbstverständlich könnte man noch genauer auf verschiedene Songs eingehen, aber die Herren Flea, Kiedis, Smith und Frusciante hatten schon immer ihren eigenen Stil. Und auf „Californication“ sind sie auf der Suche nach einem neuen. Nicht nur deshalb ist das Album wieder eine super Platte, besonders weil die neuen Einflüsse auch auf den Folgealben „By The Way“ (2002) und „Stadium Arcadium“ (2006) zu eindeutigen Bestandteilen wurden.

Anspieltipps:

  • Parallel Universe
  • Scar Tissue
  • Otherside
  • Californiacation
  • Road Trippin’
Dieser Artikel ging am um 22:10 Uhr online.
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