Silke Hauck - Frozen Tears - Cover
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Silke Hauck Frozen Tears


  • Label: Starfish Music
  • Laufzeit: 55 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Hübsch anzuhören, auch wenn sich herausragende Momente nicht wirklich herauskristallisieren wollen.

CD-Rezensenten bedienen sich ja bekanntermaßen sehr gerne an Vergleichen, um dem wehrten Leser an die Hand zu nehmen, wenn es darum geht, einen noch unbekannten Künstler oder „The next big Newcomer Band“ vorzustellen. Als Silke Hauck vor zwei Jahren ihr erstes englischsprachige Album „Mellow Blue“ veröffentlichte, passierte ähnliches im deutschen Blätterwald. Als Antwort auf Norah Jones wurde die der Mannheimer Musikszene entsprungene Sängerin bezeichnet – ein Vergleich, der immer dann fällt, wenn Sängerinnen Jazz mit Pop kreuzen und die üblichen Schubladen nicht so recht passen wollen.

Silke Hauck schlängelt sich von Anfang an geschickt um Schubladisierungen herum und mischt nun schon seit fast 15 Jahren in der Szene mit – sei es als Studio- und Backgroundsängerin für Xavier Naidoo oder Uwe Ochsenknecht, als Live-Act („Silke Hauck Nacht“), mit Beiträgen auf Samplern („Lotta in Love“) sowie mit eigenen Alben („Liederlichkeiten“ und besagtes „Mellow Blue“). Recht so, denn Jazz, Blues, Soul und Pop lassen sich doch ganz prächtig kombinieren.

Mit „Frozen Tears“ legt Silke Hauck ihr zweites Album in englischer Sprache und mit eigenen Songs vor. Zur Seite steht ihr darauf ihre feste Band um Michael Quast und Michael Bundt, die sich auch als Executive Producer betätigten. Dargeboten werden 12 Songs – darunter auch die (einzige) Coverversion „The man I love“ von George Gershwin) – im gemäßigten Jazz-Gewand, also ohne Improvisationen und Ego-Ausflüge. „Handgemacht“ ist dabei das Stichwort für organisches Songmaterial mit klassischer Begleitung durch Gitarre, Piano, Bass, Schlagzeug und hier und da ein paar Bläsern.

Das ist in der Tat hübsch anzuhören, auch wenn sich herausragende Momente nicht wirklich herauskristallisieren wollen. Das mag vielleicht daran liegen, dass das Album kanten- und knitterfrei durchläuft, ohne anecken zu wollen. Da hat dann doch der Pop im stärkeren Maß Einzug gehalten, als es die Hardcore-Jazzer mögen. Damit setzt sich „Frozen Tears“ nicht sofort zwischen alle Stühle, aber so ein bisschen schwach auf der Brust wirkt die Songsammlung am Ende schon.

Anspieltipps:

  • Day by day
  • Frozen tears
  • Heaven knows
  • You make me smile
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