Leserkritiken zu
Brings - Hay! Hay! Hay!

  • Rock
2/10 Unsere Wertung
5.2/10 Leser Stimme ab!

05.02.2007 - 01:06 txthacker Auch wenn es den Fans der ersten Stunde sauer aufstoßen dürfte, so ist die einstmals durchaus ambitionierte Rock-Band spätestens mit diesem Album endgültig im Karneval angekommen. Das ist eine Tatsache, die man entweder gut oder schlecht finden kann. Tatsache ist aber auch, dass Brings die manchmal arg piefige musikalische Karnevalslandschaft deutlich beleben und damit auch für neue und jüngere Fangruppen erschließen. Das neue Album will in erster Linie Stimmung machen und gute Stimmung verbreiten. Und das gelingt ihm ziemlich gut. Die gruselige Cover-Version von "Fußball ist unser Leben" hätte zwar nun wirklich nicht sein müssen und die manchmal arg offensichtliche Kiffer-Propaganda wirkt etwas störend. Aber ansonsten sind hier zahlreiche Gassenhauer und Stimmungskracher vertreten, die man ohne Scham lauthals mitsingen kann. Und selbst wer als geborener Skeptiker nur dumpfe Gröhlstampfer erwartet, wird möglicherweise doch recht positiv von dieser Ansammlung launemachenden Partyhits überrascht.

8/10

28.01.2007 - 11:48 Matthias Röntz War mit diesem Album bereits im Voraus zu rechnen?

Als bereits am 11.11.06 der Track "Hay Hay Hay" mit der Session 07 vorgestellt wurde und gleichezeit man Online eine Brings Hörprobe vom "Bazille Song" betrachten könnte war bereits anzunehmen, welchen Bereich das Album umschließen wird.

Leider wie Matthias Reichel bereits angeprochen hat, rückt diese Band mehr und mehr in ein anderes Licht.

Meine Vermutungen gehen dahin, dass sich die Band einer anderen Höhrer- und Konzertbesuchergruppe zuwenden wird. Durch wenig Inhalt und ständige Wortwiederholungen sowie Parallelismen versucht Brings (meist im albernen Schottenrock gekleidet) das Lied möglichst einfach zugestallten. Ein mit gröhlen es ständigen "Hay Hay Hay" oder "Bazille" und "Pille" ist bei starker Alkoholisierung immerhin noch möglich.

Angefangen als die Unbekannten, verhalfen "zwei zoote minsche" und "Kasalla" zum Aufstieg die kälschen Band. Doch was unterscheidet die damaligen Alben zum aktuellen Album? Die Antwort liegt auf der Hand. Nicht das die Gitarrenklänge härter wurden, nein, es sind Texte die Themen ansprechen. Themen mit Sinn, Themen mit Kritik und Themen verpackt in einer Musik mit der man sich von anderen Bands abheben kann.

Meiner Meinung nach ist die Qualität gleich null. Knapp 13 margere, wirklich sehr margere Tracks im Schottenrock. Sehr schade. Mögen die alten Werke in guter Erinnerung bleiben, was Brings einmal ausgemacht hat.

... Entlassen wir Sie engültig dort wo Brings hingehören wird, in den Karneval ...

1/10

25.01.2007 - 19:44 Frank Wirtz ich hab schon viele cds erworben, brings haben es aber mit "hay! hay! hay!" definitiv geschafft, auch wieder (noch-) rockigere und balladigere stücke zu finden. Welche Band reißt Ihr Publikum, ob Jung oder Alt so in Ihren Bann wie Brings. Ja sicher der Hang zur Karnevalsgilde ist da, na und!! Die Höhner sind auch über diese Schiene bekannt geworden.

8/10

15.01.2007 - 23:44 flo etzbach brings - "hay! hay! hay!"

schon mal vorweg: ich hab in meinem leben schon viele cds erworben, aber bislang war noch keine dabei, die ich als "ausnahmslos: klasse!" bezeichnet hätte; brings haben es aber mit "hay! hay! hay!" definitiv geschafft. im gegensatz zu den letzten, mehr oder weniger einseitigen karnevals-alben der band sind auf "hay! hay! hay!" auch wieder (noch-) rockigere und balladigere stücke zu finden, was der platte eine große stilbreite verleiht und sie so zu einem einzigartigen musikgenuss macht.

zu den einzelnen liedern:

01. "hay! hay! hay!"
wie schon bei den letzten vier alben betitelt ein bereits als erste single veröffentlichter song wieder die platte - und wird diese durch den bereits vom festkomitee aufgekommenen wirbel und die zensur, ihn auf karnevalsveranstaltungen nicht spielen zu dürfen, noch mehr ins rampenlicht rücken. wie auch bei "superjeilezick" oder "poppe, kaate, danze" erledigen die medien brings´ promotion sozusagen von alleine. textlich kann der song, dessen musik sich brings bei verka serdjuchkas "trali-vali" bedient, ebenfalls als fortsetzung von "superjeilezick" angesehen werden; es geht ums party machen und ums "hay"-sein. ein fetziger, gelungener ska-song als opener des albums.

02. "bazille"
zum ersten mal wagt es brings, marie-luise nikuta und co. mit einem mottosong konkurrenz zu machen. in "bazille" geht es um den unbekämpfbaren virus, sich mit "kölle" zu infizieren - ein extrem tanzbarer, ska-mäßiger song, der wohl auch gute chancen hat, sich in der kommenden session durchzusetzen.

03. "su ne daach"
einer der rocksongs des albums, in dem die schönen tage besungen werden, wenn man zu zweit mal alle sorgen vergisst und einfach nur diesen einzigartigen tag genießt. ein brilliantes, mitklatschbares mitsing-lied, das von intro bis solo alles enthält, was ein guter rocksong braucht.

04. "rabenschwarzenacht"
dies ist neben "eifel" der song, der wohl am meisten an die "alten" brings erinnern wird. aber auch hier sind - allerdings positive - veränderungen, wie der einsatz der bläser, die ska-lastigen strophen und ein winziger reggae-part zu finden. der düstere, zudem hochdeutsche(!) text der "rabenschwarzen nacht" wird ebenso musikalisch hart unterlegt und spätestens beim basslastigen, gesanglich fast geschrieenen "und kriecht dann im morgengrau.." und dem folgenden "wir sind gemacht, wir sind gemacht.." ist jede verbindung zum karneval völlig fehl am platz.

05. "fußball ist unser leben"
der von jack white gecoverte, ebenfalls hochdeutsche song, der im letzten jahr eigentlich zufällig für eine fernsehshow vor der fußball-wm entstand und als single-veröffentlichung danach durchaus erfolgreich war, ist nun auch auf einem album zu finden; erneut eine funktionierende mitklatsch-nummer, die musikalisch an "su ne daach" erinnert.

06. "kumm mit"
"kumm mit" ist ebenfalls ein "älterer" song; er wurde bereits im letzten jahr op tour gespielt - und dabei von mehreren bandmitgliedern abwechselnd gesungen, was auf dieser studio-version jedoch nicht der fall ist. dagegen ist dies hier eine wesentlich härtere version mit verzerrten gitarren, die so aus ihm einen ziemlich rockigen schunkelsong macht.

07. "dun mer ne jefalle"
textlich, sowie musikalisch überragend. die aussage, dass viele dinge eigentlich wertlos sind ("zäll nit di jeld", man braucht „keine frack“, „die uhr hät hück frei“, "verjess ding maniere") und die aufforderung, zu feiern und das leben nutzen, solang es einem gut geht wird durch den griechischen, fast reggae-mäßigen sieben achtel- - sechs achtel- - vier viertel-taktwechsel einmalig unterlegt - einer der besten songs auf der scheibe.

08. "riesenkamell"
eine polka mit akkordeon- und violinen-begleitung; textlich wieder eine hommage an köln, das diesmal mit einem "riesenkamell" verglichen wird. gelungene kombination von balladigen strophen und einem zigeunermäßigen, schnelleren refrain.

09. "eifel"
der rocksong des albums! brings, fast wie zu frühen jahren - einmalig. textlich gehts - wie der titel schon sagt - um die eifel, die man auch ohne große suche findet. einprägsamer refrain und ein lauter, harter sound, wie schon lang nicht mehr. klasse!

10. "loss dir nix jefalle"
ein country-song über den stolz, kölner zu sein. netter text über einen im refrain leicht melancholisch klingenden spruch, sich nichts gefallen zu lassen und stattdessen das handeln mit dem "kölsch sein" zu legitimieren. abwechslungsreich, da nicht wirklich brings-typisch.

11. "su e feeling"
musik, die vermutlich vor allem live unter die haut gehen wird. der text ist, wie schon bei "loss mer singe" auf dem letzten album, an die fans gerichtet. es wird das einmalige gefühl beschrieben, auf der bühne zu stehen und diesen "wahnsinn" zusammen mit den fans, die an schlechten tagen "medizin" sind, mitzuerleben und dieses gefühl dann einzupacken und mit nach hause zu nehmen. gigantischer song.

12. "dann jon die leechter us"
eine rockige, romantische schunkel-polka. nach schwitzen und zittern gehen die lichter aus und es folgt der erste kuss. wie auch bei "su e feeling" eigentlich ein ruhigerer song, aber mit voluminösem refrain.

13. "ungerm mond vun kölle"
coverversion, von ronny derouiche. sehr ruhige, von akkordeon und zupfender gitarre begleitete ballade über eine nacht unter dem mond von köln. "leider" auch gesungen von pitter, stephan macht das live besser.

fazit: in der summe sicherlich eins der besten alben, die ich je kennengelernt habe. wenn man diese musik schon als "karnevalsmusik" bezeichnet, dann aber als verdammt rockige, wie sie wirklich niemand anders macht. beeindruckendes album, unbedingte kauf- und hörpflicht!

flo etzbach, brings-akkor.de

10/10

13.01.2007 - 18:18 Dieter Simon Peinlich,peinlich,peinlich...eigentlich könnte ich jetzt schon mit der cd kritik aufhören...aber das wäre zu einfach.habe mir das neue "werk" gerade mal angetan.was waren brings für eine geile band,aber seit sie dem schunkel geier auf den leim gegangen sind ist es vorbei. die stücke auf dem neue album sind fast durch die bank weg "karnevalskompatibel",aber für eine richtige party unbrauchbar!!! bei zwei stücken (eifel & mond vun kölle) könnte man fast an die ersten cd's erinnert werden...aber denkt man dann nur kurz an stück 2 zurück (bazille) dann ist alles wieder für den a....!!! lange rede kurzer sinn...diese cd ist es eigentlich nicht einmal wert aus dem netz gezogen zu werden (natürlich legal)...jeder der auf gute brings musik steht sollte weiterhin auf die ersten sechs alben zurück greifen.....und definitiv die cd dort lassen wo sie hin gehört ::: im verstaubten cd regal deines dealers !!!
Schöne Karnevals-Session & Brings Alaaf...Dieter S.

1/10