Bow Wow - The Price Of Fame - Cover
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Bow Wow The Price Of Fame


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit zarten 13 Jahren wurde ein Raptalent namens Lil Bow Wow entdeckt und durfte im Jahr 2000 gleich sein Debüt „Beware of dog“ auf den Markt bringen. Sieben Jahre und viele Erfolge weiter, ist nun Longplayer Nummer fünf am Start und der Rapper hat seinen Namen altersgemäß auf Bow Wow verkürzt. Der junge Mann holte sich keinen geringeren als den Produzenten und Songschreiber Jermaine Dupri, der schon mit allen Black-Music-Größen von Mariah Carey bis Jay-Z zusammengearbeitet hat, ins Boot, um diese 12 Songs aufzunehmen. Den Titelsong hat Shad Moss, so heißt Bow Wow bürgerlich, selbst geschrieben und sehr raplastig wird hier mit tiefem Bass gearbeitet. Ein Song, der nach dem Motto „wie schwer hat es der arme Shad doch mit dem vielen Geld“ viel Wert auf den biographischen Text legt. Das stellt für Bassliebhaber einen gewissen Genuss dar, langweilt den Rest der Hörer aber mit eindimensionalem Beat.

Auch „On fiya“ und „Give it to you“ stammen aus der Feder des Nachwuchssongwriters Moss und bieten nur HipHop-Hausmannskost, wobei „Give it to you“ wenigstens einige abwechselungsreichere Beats hervorbringt. Jermaine Dupri bedient sich leider auch zu oft seiner Erfahrung als erfolgreicher Songwriter, denn es erklingt leider meist nur Dutzendware statt frischen Tracks, sich selbst zu kopieren ist legitim, aber kurzsichtig. Die meisten Tracks sind sicher radiotauglich und gefällig, verschwinden doch sehr schnell aus dem Gedächtnis. Einer der überdurchschnittlichen Tracks stellt sicher „Shortie like mine“ dar: in Teamarbeit mit Chris Brown, der mit sanfter Stimme den Gegenpart zu Bow Wow schnellen Rapeinsätzen einnimmt, perlt es recht R'n'B-lastig aus den Boxen. Wie es sich für HipHop gehört sind also wieder viele Gaststars zugegen, die ihre eigene Note mitbringen, angesichts der eher bescheidenen Qualität der eigenen Songs vielleicht keine schlechte Idee.

Die Zusammenarbeit mit R. Kelly beim Schlußtrack „I'm a flirt“ ist einer der Höhepunkte des Longplayers, denn durch Kellys weiche Stimme und den entspannten Beats entsteht eine sehr hitverdächtige und hörenswerte R'n'B- und Rap-Kollaboration. Trotzdem kann die Bewertung nur durchschnittlich sein, denn es reicht nicht, musikalisch auf der Stelle zu treten während andere schon was neues probieren und sich weiterentwickeln.

Anspieltipps:

  • Tell me
  • I'm a flirt
  • Shortie like mine
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