Daughtry - Daughtry - Cover
Große Ansicht

Daughtry Daughtry


  • Label: RCA/SonyBMG
  • Laufzeit: 43 Minuten
Artikel teilen:
5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Daughtry sind in den USA schon längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Bereits vor einem Jahr, im November 2006 veröffentlichten sie in ihrer Heimat ihr gleichnamiges Debüt, dass sich allein in der ersten Woche 300.000 mal verkaufte und somit das bisher am schnellsten verkaufte Rockdebüt seit Erfassung der Plattenkäufe ist. Mittlerweile können Daughtry in den USA mehr als drei Millionen verkaufte Exemplare ihres Erstlings aufweisen.

Zusammen mit den Gitarristen Brian Craddock und Josh Steely, Schlagzeuger Joey Barnes und Bassist Josh Paul versucht Chris Daughtry, Kopf der von RCA (SonyBMG) zusammengestellten Band, nun auch unsere Breiten zu erobern. Chris Daughtry bewies sein Können vor den Aufnahmen zu „Daughtry“ bereits in der fünften American Idol-Staffel, schied dort aber als Viertplazierter aus. Sony wollte ihn trotzdem haben, verpflichtete kurzer Hand die restlichen Daughtry-Mitglieder, sowie etliche Autoren und Songschreiber. Mit dem erfahrenen Produzenten Howard Benson (My Chemical Romance, All-American Rejects, Papa Roach, Hoobastank) holte man zudem den richtigen Steuermann ins Boot. Den Hafen verlassen um direkt wieder aufzulaufen sollte „Daughtry“ keinesfalls. Doch unabhängig von den Verkaufszahlen in Europa ist das bereits nicht mehr möglich. Unaufhaltsam und mächtig nähert sich „Daughtry“ nun unserem Festland. Mächtig sind auch die Gitarrenriffs, die Daughtry auffahren. „It’s Not Over“, die erste Single des Albums, präsentiert zudem noch einen eingängigen Refrain und besitzt den nötigen Drive einer zünftigen Rock-Nummer. Sofort kommen einem Namen wie Creed, Puddle Of Mudd oder Nickelback als Referenzen in den Sinn.

Das erste ruhige Stück „Home“ zeigt das Repertoire von Frontmann Chris: Sei es zart oder mit der nötigen Kraft – Chris Daughtry überzeugt als erstklassiger Sänger, mit einer angenehmen Wärme in der Stimme. Als erstklassige Stadionhymne entpuppt sich das atmosphärische „Over You“. „Crashed“ hingegen mimt den amtlicher Rocker, der aber erst mit „What I Want“ wirklich in Erscheinung tritt. Mit „Feels Like Tonight“ erklingt eine gewöhnliche Liebesgeschichte mit Rock-Attitüde. Zu dem Rock-Fundament gesellt sich in „All These Lives“ noch zusätzlich eine Streicher-Untermalung, die auch im peinlich rührenden Schlusstrack „What About Now“ nicht weichen will.

Leider kommen wirklich überraschende Song-Ideen, bis auf sehr wenige Ausnahmen, so gut wie nicht vor. Lediglich „Breakdown“ ist mit einem sehr interessanten, aber kurzen Gitarren-Intermezzo ausgestattet, hingegen verblüfft „There And Back Again“ auf ganzer Songlänge als wuchtiger Rock-Souverän. Mehr solcher kreativer Einschübe hätten dem Album sicherlich gut getan. So kommt für Daughtry unterm Strich leider nur ein durchschnittliches und vorhersehbares Rock-Debüt heraus.

Anspieltipps:

  • It’s Not Over
  • Over You
  • What I Want
  • There And Back Again

Neue Kritiken im Genre „Rock“
Diskutiere über „Daughtry“
comments powered by Disqus