Rebel Meets Rebel - Rebel Meets Rebel - Cover
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Rebel Meets Rebel Rebel Meets Rebel


  • Label: Locomotive Records
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Als Dimebag Darrell am 8. Dezember 2004 in Columbus, Ohio in einem Club auf offener Bühne von einem durchgeknallten „Fan“ erschossen wurde, stand die Welt des Heavy Metal und Hardrock still. Der Gitarrist von Pantera und Damageplan zählte zu den besten Gitaristen der Szene und wurde von seinen Fans verehrt und von vielen Kollegen als Vorbild genannt. Mit ihm ging nicht nur eines der größten Musikertalente viel zu früh von dieser Welt, es starb auch die Hoffnung auf ein Pantera-Comeback in der ultimativen Besetzung Dimebag Darrell, Vinnie Paul, Phil Anselmo und Rex Brown.

Als Pantera Anfang der 80er Jahre auf die Bildfläche traten, spielte die Gruppe, gekleidet mit lustigen Spandexhosen und zotteligen Haarsprayfrisuren, lupenreinen Poser-Metal. Dies änderte sich eine Dekade später, als Pantera mit Alben wie „Cowboys From Hell“ (1990), „Vulgar Display Of Power“ (1992) und „Far Beyond Driven“ (1994) deutlich härtere Klänge anschlugen und einen neuartigen Thrash-Sound prägten. Eine weitere Dekade später war die Band am Ende und zerstritten. Sänger Phil Anselmo fokussierte sich auf sein Projekt Superjoint Ritual, während Dimebag und Vinnie Paul die Band Damageplan gründeten. Doch schon lange vorher, ca. 1999, bastelten die beiden Brüder gemeinsam mit Pantera-Basser Rex Brown an einem weiteren Projekt, für das sich die Drei den Countrysänger David Allan Coe ins Studio holten. Ihr Plan bestand darin, eine Symbiose aus Hardrock, Country und Southern Rock zu schaffen, die nach eigener Ansicht ihre musikalischen Wurzeln aufdecken sollte.

Insgesamt dauerten die Arbeiten an dem „Rebel Meets Rebel“ betitelten Projekt fast vier Jahre, bis das fertige Album Anfang Mai 2006 in den USA veröffentlicht wurde. Über Locomotive Records ist die Scheibe jetzt auch offiziell in Europa erhältlich, so dass diejenigen, die es so lange ohne teuren US-Import ausgehalten haben, endlich auf ihre Kosten kommen. Denn in der Tat ist es eine ziemlich spaßige Angelegenheit, wenn David Allan Coe seine humorigen Verse um Wein, Weib und Gesang bzw. On-the-Road-sein im Stile eines Country-Crooners trällert, eine Fiddle zirpt und das Pantera-Trio dazu mit fetten Heavy-Riffs, Drum-Geballer und wummernden Bässen steil geht. Unterm Strich ist damit zu „Rebel Meets Rebel“ alles gesagt. Geniale Musiker entdecken das neue Genre Country-Metal und zelebrieren es auf unterhaltsame Weise für Fans beider Stilarten. Das macht nicht nur richtig Laune, sondern ist zudem das Vermächtnis von Dimebag Darrell, dessen herausragendes Riffing hier ein letztes Mal zu bestaunen ist.

Anspieltipps:

  • Time
  • Nothin’ to lose
  • One nite stands
  • No compromise
  • Cowboys do more dope
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