The Good The Bad And The Queen - The Good The Bad And The Queen - Cover
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The Good The Bad And The Queen The Good The Bad And The Queen


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 43 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Gespannt warteten viele auf das neue Projekt „The Good, The Bad And The Queen“ von Blur- und Gorillaz-Mastermind Damon Albarn, das erst nur ein Soloprojekt werden sollte, sich aber schnell zu einer vollwertigen Band entwickelte. Die größte Sensation hierbei ist natürlich die Verpflichtung von Paul Simonon, der als Bassist von The Clash Punk-Geschichte schrieb. Dieses Allstar-Line-Up komplettieren Gitarrist Simon Tong (Ex-The Verve) und Afrobeat-Legende Tony Allen (Fela Kuti). Als Produzent konnte Danger Mouse, die eine Hälfte der letztjährigen Alles-Abräumer Gnarls Barkley, gewonnen werden.

Gleich mit den ersten Sekunden des Openers „History song“ schafft die Band es, sich einen eigenen Sound zu schaffen und sich so von ihrem Background abzusetzen. Gitarre, Bass und Schlagzeug verschmelzen zu einem chilligen Groovebrei, Albarns gewohnt minimalistischer Gesang erzählt auf sehr persönliche Weise von seiner Heimat. Denn auch wenn das Debüt von „The Good, The Band And The Queen“ kein Konzeptalbum ist, drehen sich alle Text um den Londoner Bezirk W10 und dem ihm eigenen Charme, der auf dem Aufeinanderprallen vieler verschiedener Kulturen beruht.

Diese Richtung setzt sich auf gesamter Albumlänge mit Songs wie „Kingdom of doom“, „Green fields“ und der Vorab-Single „Herculean“ fort. Zwar werden immer neue musikalische Elemente in den schwer zu kategorisierenden Schmelztiegel geworfen, doch bleibt alles sehr homogen, nie werden die Songs zu schnell oder zu laut, immer pendeln sie sich auf einer gemeinsamen Linie ein. Keiner der zweifellos sehr talentierten Musiker nutzt die Gelegenheit für Soloeskapaden und stellt somit sein Können vollkommen in den Dienst des Gesamtklanges. Durch die Homogenität wird es allerdings auch schwer, Highlights herauszupicken. Genannt werden sollte aber „Nature springs“, das mit seiner sympathisch quietschenden Gitarre, dem relaxten Zusammenspiel der Groove-Sektion und den atmosphärischen Soundteppichen von Albarn, zu überzeugen weiß.

Genauso schwer wie das Album in eine Schublade zu stecken ist, erweist sich die Bewertung. Ganz sicher ist der Band ein ganz und gar unkommerzielles Werk gelungen, dem gerade durch seinen Anspruch nicht unbedingt der ganz große Erfolg beschieden sein wird. Die Qualität ist dennoch unabstreitbar. Deshalb sollte jeder, der auch etwas mit Albarns alten Sachen anfangen kann, einen Probedurchlauf wagen.

Anspieltipps:

  • Herculian
  • History Song
  • Nature Springs
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