Lockjaw - Lockjaw - Cover
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Lockjaw Lockjaw


  • Label: Consolidate/Rough Trade
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Zwar haben die fünf Jungs aus Solingen in Nordrhein-Westfalen mit ihrem neuen, selbstbetiteltem Werk ihr nunmehr drittes Album am Start, über den Status von Local Heroes hinaus konnten sie sich bisher aber noch nicht hinausspielen. Dass da ein geplatzter Plattendeal mit GUN Records (Bullet For My Valentine, Oomph!) auf dem Weg zum Ruhm nicht unbedingt förderlich ist, kann man nachzuvollziehen.

Nichtsdestotrotz liefern Lockjaw eine sehr erfreuliche Platte ab. Zwei Jahre hat die Band gebraucht, um sie in Eigenarbeit aufzunehmen und abzumischen. Das Ergebnis ist frischer Emocore auf hohem technischem Niveau und viel Spielwitz, wie man ihn aus Deutschland so nicht unbedingt oft zu hören bekommt. Dabei bleibt das ganze keineswegs so brav, wie das Promo-Bild der Band suggerieren könnte.

Songs wie „In my memories“ oder „Meanwhile (you we’re crying)“ weisen ein hohes Energielevel auf, die gute Produktion lässt die Gitarrenwand fett aus den Boxen dröhnen. Auch die Rhythmussektion leistet gute Arbeit. Der Gesang von Frontmann Tobias Clauberg erinnert teilweise an Billy Talent, verfällt aber nie in deren hysterische Kreischanfälle und schmiegt sich so wesentlich angenehmer in die Ohrhöhlen. Mit „Who needs thinking“ beweisen Lockjaw, dass sie nicht nur extrovertierte Uptemponummern schreiben können, sondern auch mal ruhigere, ernste Töne anschlagen.

Alle Songs gehen gut in den Nacken und vor allem die Beine. Die knackigen Gitarren und absolut mitsingkompatiblen Refrains machen einen regelrecht heiß darauf, sich in eine schwitzende Konzertmenge zu werfen. Einige Lückenfüller, wie das etwas fade „Sundown“, tun dabei dem positiven Gesamteindruck des Albums keinen Abbruch. Die Weichen von Lockjaw sind definitiv auf Erfolg gestellt.

Anspieltipps:

  • In My Memories
  • Who Needs Thinking
  • Times Like This
  • Waiting For You
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