N.O.R.E. - Y La Familia... Ya Tu Sabe - Cover
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N.O.R.E. Y La Familia... Ya Tu Sabe


  • Label: Def Jam/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 64 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Reggaeton is in the house oder besser gesagt, Reguetón está en la casa! Victor Santiago Jr. alias N.O.R.E. rappt jetzt auf Englisch und Spanisch und bringt mit seinem doppelsprachigen Album „Y La Familia... Ya Tu Sabe“ eine neue Scheibe aus dem Rocafella Imperium auf den Markt. Das Album, was so schön an „Roc La Familia“ von El Presidente Jay-Z erinnert, ist die erste Reggaeton-Platte eines US-Rappers und verspricht mit einem Blick auf die Gästeliste ein extrem Hit-gefülltes Album. Neben namenhaften Stars wie Diddy, Fat Joe, Lumidee, Pharrell Williams, Nina Sky, T.O.K., Don Omar, Daddy Yankee oder Ja Rule, finden sich auf Victors LP noch Big Mato, Chingo Bling, Lil Rob, Negra, Divino, Veneno, Ivy Queen, Frankie Negron, Yaga Y Mackie, Gem Star, LDA und Final Chapter wieder. Das Album ist, wie nicht anders zu erwarten, eine 17-Lieder starke Tanzscheibe, inklusive Intro und Skit, vermischt mit Dancehall, HipHop, Reggae und Techno. It’’s time to party. Der für den Reggaeton bekannte Dembow-Rhythmus ist schön mit N.O.R.E.s Ursprung, dem HipHop, verbunden und bietet neben den bekannten kurzzeitigen Aussetzern des Rhythmus, eine interessante Mischung aus dem Hause Rocafella.

Der Anfangssong „Soy Un Gangsta“ ist die einzige Ausnahme auf „Y La Familia... Ya Tu Sabe“, da dort der Rhythmus von einem reinen Hip-Hop-Beat bestimmt wird und N.O.R.E., Big Mato, Veneno und Tru Life normale Rappassagen abfeuern ohne sie in einen Reggaeton-Klang umzuwandeln. Danach folgen für den Reggaeton typische Tanznummern im Stil von Clubbangern („Mas Maiz“, „Bailar Conmigo“, „Reggaeton Latino“) gemischt mit Gangsta-Rap („Trafico“) und zwei außerordentlich ruhigen Songs („Big It Up“, „Hablar De Amor“) gemeinsam mit T.O.K., Big Mato und Frankie Negron. Ruhig bedeutet, eine für den Reggaeton nicht ganz so energiegeladene Nummer, die allerdings immer noch tanzbar ist und für Nicht-Reggaeton-Hörer tierisch abgeht. Zusammen mit Zion und Pharrellito, wie Pharrell Williams von den Neptunes sich spritzig nennt, präsentiert N.O.R.E. in „Vente Mami“ einen der besten Tracks seines Albums und setzt den Groove in der gelungenen Kollaboration mit Daddy Yankee, Nina Sky, Gem Star und Big Mato in „Oye Mi Canto“ fort.

„It’s not about making a hit, it’s about making a classic“, rappt N.O.R.E. in seinem „Reggaeton Latino“ und macht damit auf sein Vorhaben aufmerksam mit diesem Album eine Legende zu werden und nicht nur als Hitmacher dazustehen. Okay, vielleicht werden einige wegen N.O.R.E.s Album auf die Tanzfläche stürmen, obwohl sie sonst keine Reggaeton-Fans sind. Doch von einer lebenden Legende, ist der Gute noch weit entfernt. Da lobt man doch lieber eine Mary J. Blige, die erst ab 60 eine Legende genannt werden möchte, wenn sie sich den gebührenden Respekt verdient hat. Ein bisschen Bescheidenheit muss sein, auch bei N.O.R.E.s „Y La Familia... Ya Tu Sabe“, sorry!

Anspieltipps

  • Soy Un Gangsta
  • Reggaeton Latino
  • Big It Up
  • Vente Mami
  • Oye Mi Canto
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