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Soundtrack A Brokedown Melody


  • Label: Brushfire/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Der ehemalige Profisurfer Jack Johnson kehrt zurück zu seinen künstlerischen Wurzeln und liefert mit „A Brokedown Melody” seinen dritten Surferfilm-Soundtrack nach „Thicker Than Water“ und „September Sessions“ ab. Der Film zeigt im 16-Millimeter-Format die Surferparadiese dieser Welt in Jamaika, Tahiti, Hawaii, Mexiko, Indonesien und Südamerika, mischt unter die Bilder Kommentare von Surfikonen wie Kelly Slater, Mike Todd, Gerry Lopez und Mark Cunningham und vervollständigt den Reigen mit einem Bündel gediegener Musik.

Damit schließt sich der Kreis, denn während der Arbeit an „Thicker Than Water“ entdeckte der Surfcrack und Hobby-Filmemacher Jack Johnson auch noch sein Talent als Sänger und Songschreiber. Dieses führte zu weltweit über zehn Millionen verkauften Einheiten seiner CDs „Brushfire Fairytailes“ (2001), „On And On“ (2003), „In Between Dreams“ (2005) sowie dem Soundtrack zum Film „Curious George“ (2006). Zwar hat sich Johnson mit seinen extrem lässigen und entspannt dahintropfenden Akustikklängen nicht nur Freunde gemacht, aber solcherlei Kritik nicht verstehender Nörgler perlt wie ein verirrter Wassertropfen an Jacks Neoprenanzug ab.

„A Brokedown Melody” ist nicht etwa ein neues Jack-Johnson-Album, sondern eine klassische Songsammlung mit neuen und alten Tracks verschiedener Künstler, zu der Johnson selbst drei Stücke beigetragen hat. Da wären zum einen „Breakdown“ und „Home“, die als typische „J.J.“-Akustiksongs mit sofort ins Ohr gehenden Minimalmelodien überzeugen, sowie „Let it be sung“, das im Verbund mit Matt Costa und Zach Gill voll und ganz auf „wir lassen uns nicht hetzen“ macht. Neue Songs werden außerdem beigesteuert von Eddie Vedder (Pearl Jam), der in „Goodbye“ etwas ungewohnt zur Ukulele knödelt, dem Culver City Dub Collective, das in „The cave“ einen verträumten Dub auf das Rauschen des Meeres setzt und Johnny Osbourne, der mit „We need love“ einen zarten Reggae präsentiert.

Älteres Material kommt z.B. von den Kings Of Convenience („Know how“), der Beta Band („Needles in my eyes“) und Doug Martsch („Window“). Doch egal ob alt oder neu, alle Songs fügen sich in einen entspannt abgehangenen Fließrhythmus ein, der das Lebensgefühl der Surfer passend wiedergibt. Und so kreischen die Möwen, rauschen die Wellen und knistert das Lagerfeuer am Strand, während die Sonne zum „Vuelvo al Sur“-Remix von Tango-Altmeister Astor Piazolla im Meer versinkt.

Anspieltipps:

  • Home
  • The road
  • Breakdown
  • Transfiguration #1
  • Needles in my eyes
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