Clipse - Hell Hath No Fury - Cover
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Clipse Hell Hath No Fury


  • Label: RCA/SonyBMG
  • Laufzeit: 49 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Ganze vier Jahre haben sich die zwei Brüder aus Virginia für ihr neues Album „Hell Hath No Fury“ Zeit gelassen. Doch das Warten auf Malice und Pusha T, kurz Clipse, hat sich definitiv gelohnt. Nicht umsonst hat das US-Magazin XXL das neue Album der Brüder schon jetzt zum Klassiker ernannt und die volle Punktzahl vergeben. Die Platte ist zwar nur mit 12 Tracks bestückt, doch dafür kann jeder einzelne Song voll und ganz überzeugen. Gemischt mit den produzierten Beats von The Neptunes, ist „Hell Hath No Fury“ eine musikalische Meisterleistung, in der sich Produzententeam Hugo und Pharrell eindeutig selbst übertroffen haben. Neben dem unglaublichen Flow von Clipse und den unzähligen Statements und gekonnten Reimen der beiden Brüder, bringen The Neptunes the roof endgültig on fir .

Schon allein der Intro-Song „We Got It For Cheap“ watet mit einem Mix aus Orgel und Kongabeat auf und wird in dem darauffolgenden „Mamma I’m So Sorry“ von einem Killerbeat inklusive Akkordeonelementen abgelöst. Im Letzteren sprechen Malice und Pusha T ihre Vergangenheit als Drogendealer an und zeigen ihre Reue für ihre früheren, wohl nicht ganz so legalen, Taten. Das genaue Gegenteil ist der Neptunes-Banger „Ride Around Shining“, indem Clipse das Luxusleben preisen und dabei von einem Snare- und Harfensound unterstützt werden. Die bereits bekannte Single „Mr. Me Too“ featuring Pharrell, die bereits in aller Ohren ist, bietet mit einem ruhigen lean-back Flow eine kleine Verschnaufpause zwischen den restlichen Burnern von „Hell Hath No Fury“. Anschließend treffen verspielte, originelle Beats („Wamp Wamp“ Ft Slim Thug) auf Glockenspielklänge und Backgroundchor („Keys Open Doors“) und aggressive Boom Bap Sounds mit groovenden Gitarrenelementen („Dirty Money“) auf düstere Dirty-South-Rythmen in Chamillionaires-Style „Ridin“ („Trill“).

Durch einen verspielten und schrägen Reggae-Singsang-Refrain von Pharrell zeichnet sich ganz besonders „Hello New World“ aus, das mit einem überragenden Synthie-Mix unterlegt ist. Glücklicherweise kommen Clipse mit dem überdimensionalen Sound zurecht und schaffen es, die richtige Höhe auf dem musikalischen Berg zu halten und nicht unter der Musik unterzugehen. Das provozierende und düstere „Chinese New Year“ führt sogleich den Undergroundrapper Roscoe P. Coldchain in die Hip Hop Welt ein und lässt mit den Worten: „I’m at your door, your eyes are like ‘Why are you here?’ / judging by my steel I got something to do here / give up the money or the angel cries two tears / front of your crib sounding like Chinese New Year / brrapp brrapp” dem Hörer den Mund weit offen stehen – lyrisch noch finsterer geht wohl kaum.

Zum Abschluss erlauben Clipse ihren Hörern endlich wieder zu Atem zu kommen und leiten mit der smoothen R&B-Nummer „Nightmares“ die Ruhe nach dem Sturm ein. Nach 50 Minuten schließen Clipse ihr neues Werk „Hell Hath No Fury“ beeindruckend ab. Ein authentischeres, härteres und unangepassteres Album hätte man sich wirklich nicht wünschen können – pures Dope, das sogar legal ist.

Anspieltipps

  • Mr. Me Too
  • Dirty Money
  • Hello New World
  • Keys Open Doors
  • Nightmares
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