The Devin Townsend Band - Accelerated Evolution - Cover
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The Devin Townsend Band Accelerated Evolution


  • Label: Inside Out/SPV
  • Laufzeit: 54 Minuten
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10/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Große Veränderung im Hause Townsend: Er veröffentlicht die Alben seiner Hauptband nun nicht mehr unter dem Banner Devin Townsend, sondern unter dem Namen The Devin Townsend Band. Was der Grund für diese Neuerung war, weiß wohl nur Herr Townsend selber, aber sei es wie es ist – Hauptsache die Musik stimmt. Und was Devin auf „Accelerated Evolution“ abliefert ist mehr als gelungen.

Waren die Vorgängeralben noch ziemlich sperrig und benötigten sie noch viel Zeit um sich dem Hörer voll zu entfalten, schafft Townsend hier den Spagat zwischen Eingängigkeit und Komplexität. Trotzdem beanspruchen die Songs auf „Accelerated Evolution“ die volle Aufmerksamkeit der Hörerschaft. Diese wird dafür mit erhabenen Klanggebilden belohnt, deren Strukturen durch monströse Gitarrenriffs und dichte Synthieteppiche gebildet werden.

Der Eröffnungssong „Depth Charge“ peitscht dem Hörer wie ein rauer Sturm direkt ins Gesicht. Hier wird nicht viel lamentiert, sondern Nägel mit Köpfen gemacht. „Storm“ selbst macht dann ebenfalls, trotz des gemäßigten Tempos, ordentlich Wind und Devin schreit sich den Frust aus der Seele. Zeit zum Durchatmen gibt es auf „Accelerated Evolution“ nicht, die Intensität der Songs ist viel zu hoch um entspannt im Sessel zu versinken. Das beweist auch „Random Analysis“, das zu Anfang schnell und wuchtig aus den Boxen knallt, das Tempo im kraftstrotzenden Schlussteil drosselt und dann nochmals kurz die Idee des Anfangs aufnimmt. „Deadhead“, „Suicide“ und „Sunday Afternoon“ türmen sich langsam aber stetig zu markerschütternden Soundgemälden auf, die förmlich zu bersten drohen. „Away“ geht als Instrumentalstück durch, nur vereinzelt sind hier Gesangslinien erkennbar, steht aber den anderen Songs in Sachen Eindringlichkeit in nichts nach. „Traveller“ besitzt eine erfrischend positive Grundstimmung, doch in dieser Hinsicht wird das für Townsend-Verhältnisse ziemlich poppige Stück Musik von „Slow Me Down“ bei Weitem übertroffen, denn dessen Vibes sind derart sonnengetränkt, dass dem Hörer ein Grinsen nicht verborgen bleibt und er guter Dinge entlassen wird.

„Accelerated Evolution“ klingt wie aus einem Guss. Kein Song auf dem Album wirkt befremdlich oder störend und jeder hat seine Berechtigung. Der rote Faden zieht sich durch das komplette Album und lässt es ausgesprochen stimmig wirken. Das Songwriting ist extrem fesselnd und abwechslungsreich und die Ausdruckskraft der einzelnen Songs ist nicht mehr zu überbieten. Was hier abgeliefert wurde ist schlicht ein Meisterwerk des modernen Metals. Pflicht für jeden Fan dieses Genres und für Freunde wirklich guter Musik. Brillant!

Anspieltipps:

  • Random Analysis
  • Deadhead
  • Suicide
  • Sunday Afternoon
  • Slow Me Down
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