The Submarines - Declare A New State - Cover
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The Submarines Declare A New State


  • Label: Nettwerk/SOULFOOD
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Blake Hazard und John Dragonetti sind gleichberechtigte Songschreiber und Vokalisten des amerikanischen Duos The Submarines, die im Sommer das Debütalbum „Declare A New State“ unter die Leute brachten und leider etwas im Post-Weltmeisterschaftstrauma und Veröffentlichungsfluten untergingen. Dabei besticht das Werk durch zart gehauchten Folk-Pop und unterschwellige Electronica, wobei der Arbeitsprozess die Beiden auch in Sachen Liebe wieder zusammenbrachte. Hazards und Dragonettis musikalische und später auch private Wege kreuzten sich schon seit geraumer Zeit, als The Submarines aus der Taufe gehoben wurden. So produzierte beispielsweise John Dragonetti (als Jack Drag auch auf Solopfaden zu finden) das Indie-Debüt „Little Airplane“ (2002) von Blake Hazard, die mit ihrem Ur-Großvater Scott F. Fitzgerald einen weltbekannten Schriftsteller in ihrem Familienstammbaum vorfindet.

Doch nun liegt „Declare A New State“ vor und punktet mit dem Opener und warmherzigen „Peace And Hate“, dass kaum noch eine Steigerung möglich wäre. Der zweistimmige Gesang ragt zwischen rhythmusprägenden Loops, feingliedrigen Percussions und glasklaren Gitarrensounds hervor, um die 40 Minuten des Albums immer wieder zu entzücken. Leider macht es der großartige Eröffnungssong den Submarines schwer, das kompositorische Geschick auf diesem Niveau zu halten. Streicher und Klaviertupfer beleben das schwelgerische, lediglich von Blake Hazard gesungene „Clouds“, ohne wirklich großartig zu sein oder gar einen Hauch von Zeitlosigkeit zu spüren. So greifen luftige und mit viel Herzblut vorgetragene Unbekümmertheiten Song für Song um sich und schaffen eine herzensgute Frühlingsluft, obgleich die Vorfreude auf weitere, unkaputtbare Songs der Klasse von „Peace And Hate“ mehr und mehr einer gewissen Spannungslosigkeit weicht.

Die Stimmung pendelt zwischen fröhlicher Aufmunterung und melancholischen Gedanken, die sich grüblerisch über die entdeckungswürdige Instrumentierung, welche sich vor allem durch das Spannungsfeld aus Folk und synthetischen Beigaben auszeichnet, legen. „Modern Inventions“ entfernt sich etwas vom ruhigen Schöngeist und tänzelt durch leicht schräge, entrückte Landschaften, die das gesamte Geschehen wieder zusammenrücken lassen und in Form der einprägsam eindringlichen „The Good Night“ sowie „Darkest Things“ das zwischenzeitlich doch etwas mäßig Dargebotene wieder in ein überaus positives Licht rücken, dem man durchaus ein Ohr schenken kann.

Anspieltipps:

  • Peace And Hate
  • Modern Inventions
  • The Good Night
  • Darkest Things
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