My Chemical Romance - I Brought You My Bullets, You Brought Me Your Love - Cover
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My Chemical Romance I Brought You My Bullets, You Brought Me Your Love


  • Label: Reprise/WEA
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein großer Kritikpunkt an dem Album sind die Aufnahmen an sich. Eigentlich dürfte die Technik keinen Einfluss auf Musik haben, aber hier ist es so.

Gerard Way (Gesang), Ray Toro (Gitarre), Mikey Way (Bass), Frank Iero (Gitarre) und Bob Bryar (Schlagzeug). Diese fünf jungen Menschen bilden die amerikanische Rockgruppe „My Chemical Romance“. Ein viel versprechender Fünfer, wenn man bedenkt, dass das Debüt gleich bei Warner veröffentlicht wird. Ein besonderes Augenmerk muss auf den Sänger Gerard Way geworfen werden, da er eine Person ist, die das Potenzial hat, die Band mehr als nur irgendeine Rockgruppe sein zu lassen. Ein ums andere Mal versucht er den Hörer mit seiner emotionsgeladenen Stimme mitzureißen. Die Frage ist nur, ob das auf diesem Debüt mit dem klanghaften Namen „I Brought You My Bullets, You Brought Me Your Love“ immer klappt.

Das einminütige Intro „Romance“ hat jetzt schon Kultstatus mit seinem eingängigen Italoeinschlag. Leider kann der Rest des Albums nicht an die interessante Stimmung des Openers anschließen. Der Folgetrack „Honey, This Mirror Isn't Big Enough For The Two Of Us” steht für die meisten Songs in dem Sinne Pate, dass MCR zeigen, dass melodiöse Rocknummern ihre Stärke sind. Auch wenn „Vampires Will Never Hurt You“ zum Besten auf dieser LP gehört, täuscht der Song nicht über die etwas (zu) eingängige Struktur hinweg. „Early Sunsets Over Monroeville“ ist dann DER Ausrutscher des Albums, da er weder gefühlvoll ist, noch irgendwie den Adrenalinspiegelsteigen lässt. Das hört sich alles recht abwertend an, doch es wird berücksichtigt, dass die Rocknummern großteils doch zünden. Die Band macht definitiv Spaß (wobei man auch mal auf die eher düsteren Texte achten sollte) und zeigt in manch melodiösem Part, dass da noch mehr gehen könnte.

Ein großer Kritikpunkt an dem Album sind die Aufnahmen an sich. Eigentlich dürfte die Technik keinen Einfluss auf Musik haben, aber hier ist es so. Nicht, dass die Jungs nicht live spielen können, aber was das Tonstudio da abgeliefert hat, ist eine Frechheit (oder wurden da einfach die Demos auf das Album getan?). Es gibt ja Bands, die mit Absicht einen abgenutzten Stil spielen, aber bei MCR kann davon keine Rede sein. Vielleicht wäre das Album noch eine ganze Ecke besser, wenn man die Gitarrenriffs und Melodierefrains klarer hören könnte. Nichtsdestotrotz ist die Platte nicht nur für eingefleischte MCR-Fans, sondern auch für den „normalen“ Rockfan geeignet. Die Ansätze sind ja vorhanden.

Anspieltipps:

  • Honey, This Mirror Isn't Big Enough For The Two Of Us
  • Vampires Will Never Hurt You
  • Demolition Lovers
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