Loving The Sun - Dreaming Of More - Cover
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Loving The Sun Dreaming Of More


  • Label: Nea Music/Pängg
  • Laufzeit: 51 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Unkonforme Klanglandschaften aus Ambient, psychedelischem Pop/Rock und einer ungemein warmen Atmosphäre.

Kurz nach der Gründung von Loving The Sun im Herbst 2004 geht das als Duo aus Christina Pollmann sowie Joe Weninghoff bestehende und bereits einzeln durch viele Jahre in der Musiklandschaft gestärkte Gespann mit der ehemaligen The House Of Love-Sängerin und Gitarristin Andrea Heukamp ins Studio, um in wöchentlichen Sessions das Debüt „Dreaming Of More“ einzuspielen. Dieser entspannte Aufnahmeprozess sollte sich auszahlen, wie die unkonformen Klanglandschaften aus Ambient, psychedelischem Pop/Rock und einer ungemein warmen Atmosphäre beweisen.

Produziert wurde der viel versprechende Erstling im Ulando Music Studio in Münster, wobei Christina Pollmann für den Gesang sowie die Texte verantwortlich ist und Joe Weninghoff die instrumentalen Bereiche wie Gitarre, Bass, Keyboard und Drumloops abdeckt. Eine klassische Arbeitsteilung also, die von der mittlerweile als loses drittes Bandmitglied von Loving The Sun zu bezeichnenden Andrea Heukamp mit einigen Gesangslinien ergänzt wurde.

Besonders als Gesamtheit erweist sich „Dreaming Of More“ als Hoffnungsspender der oberen Güteklasse und schafft es immer wieder trotz der zurückhaltenden Arrangements, denen man eine Richtung wie Lounge-Music überstülpen könnte und trotzdem dem Kern der überaus anspruchsvollen Traumreise nicht gerecht wird, und dem wenige Ausbrüche erlaubenden Klangkonstrukt die Spannung aufrecht zu halten. Wenn sich bei „Sun And Moon“ als vorletzten Song überraschend tanzbar sanfte Breakbeats erheben und Synthie-Fanfaren Hand in Hand mit Andrea Heukamps glanzvoller Stimme eine verzauberte Welt vor dem inneren Auge erzeugen, geschieht das genau im richtigen Moment.

Denn seit dem ersten Ton des Openers „Years Are Flying Away“ erweist sich die präsente wie gelungene Kombination aus effektvoll inszenierten Gitarren, synthetischen Rhythmusgefügen, spielerischen Synthesizern und dem Gespann Pollmann/Heukamp an den (Background-) Vocals als Rückzugsort, dem man beim ersten Hören nur partiell nahe kommt, um ihn im Laufe der Zeit komplett für sich zu gewinnen und seelenvolle Erhabenheit bis ins Mark zu spüren. Trotz der positiv zu wertenden Gesamtstimmung, ist die oben genannte Auflockerung in „Sun And Moon“ eine erfrischende Angelegenheit, von der man sich mehr wünscht, ohne die wunderbar entrückte Gesamtausrichtung in Frage zu stellen.

Anspieltipps:

  • Hello My Love
  • In My Life
  • Sun And Moon
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