The Bravery - The Sun And The Moon - Cover
Große Ansicht

The Bravery The Sun And The Moon


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

18 Monate lang durch die Welt zu touren ist nicht nur unglaublich anstrengend, sondern kann auch sehr inspirierend sein. The Bravery haben nach ihrem erfolgreichen Debüt im Jahre 2005 während ihrer darauf folgenden Tournee schon neue Werke geschrieben, die nun auf ihrem zweiten Longplayer erscheinen. Mastermind Sam Endicott schreibt nicht nur die unglaublich deprimierenden Texte, er komponiert auch alle Songs selbst. Mit dem bekannten Produzenten Brendan O'Brien (Pearl Jam, Bruce Springsteen, Stone Temple Pilots, Train) servieren die fünf Musiker aus New York elf recht unterschiedliche Tracks:

Nach dem nur kurzen Intro beginnt die CD mit „Believe“ recht schwungvoll und der sehr radiotaugliche Song legt ein gutes Tempo vor. Nach einigen Hördurchgängen überzeugt die Komposition des Tracks mit seinem ohrwurmartigen Rezept. Der eindringliche Gesang, teilweise BritPop-Hymnen á la The Killers oder Rocker ähnlich den The Strokes gehören zu den Elementen, die den Mannen um Leadsänger Sam Endicott zugeschrieben werden. Aber auch Popperlen mit Geigen und Synthieklängen gehören zum Repertoire. Die erste Singleauskoppelung „Time won't let go“ ist eine gute Wahl, denn da stimmt alles: Eine schöne Breitwandhymne, wenn es so etwas gibt, die einprägsame Melodie wird von Gitarrenriffs und Drums sowie dem Keyboard so richtig U2-mäßig getragen, das stellt sicher ein Highlight dieses Albums dar.

Unergründlich scheinen dagegen die Beweggründe zu sein, „Bad Sun“ zu schaffen. Ein nervtötendes Pfeifen mit billig klingenden Synthies erklingt, da schmerzt das Ohr doch sehr, so einen Ausrutscher leisten sich The Bravery zum Glück nur einmal. „Tragedy Bound“ ist die erste Ballade, die mit todtraurigem Text sehr ruhig mit Gitarren und Geigen hantiert und die gefühlvolle Seite zum Vorschein bringt. Auch das ebenso ruhige „Ocean“ eignet sich nicht für sensible Naturen, zu trüb sind Gedanken des Sängers und wieder überzeugt die eher ungewohnte sanfte musikalische Seite der Amerikaner. „Fistful of Sand“ und „Angelina“ vereinen elektronische Klänge mit den Rockzutaten, wobei „Angelina“ noch stärker mit den treibenden Drums den Rockfaktor besitzt und eindeutig lange im Gedächtnis haften bleibt. „Spride me wide open“ versucht hart zu erscheinen, doch hat der Song nicht so viel Qualität wie der Rest.

Die nötige Abgrenzung zu The Killers und ähnlichen Bands und den richtigen Wiedererkennungswert müssen sich The Bravery aber noch erarbeiten, das notwendige Talent besitzen sie. Sie präsentieren auf diesem Longplayer eine überdurchschnittliche Mischung aus ruhigem und treibendem Rock, die für die Zukunft hoffen lässt.

Anspieltipps:

  • Ocean
  • Believe
  • Angelina
  • Time won't let go
Neue Kritiken im Genre „Rock“
Diskutiere über „The Bravery“
comments powered by Disqus