Mutemath - Mute Math - Cover
Große Ansicht

Mutemath Mute Math


  • Label: Teleprompt/WEA
  • Laufzeit: 68 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Mute Math – noch nie gehört? Das könnte sich jetzt ändern! Denn über ein halbes Jahr nach dem US-Release ihres selbstbetitelten Debütalbums entern die Newcomer aus den Südstaaten der USA (die vier Bandmitglieder stammen aus New Orleans, Louisiana, bzw. Springfield, Missouri) mit ihrem Erstling offiziell deutsche Plattenläden. So weit, so gut. Jetzt sollte der geneigte Hörer nur noch wissen, welche Art von Musik die vier Herren um die 30 fabrizieren. Hier könnte das Cover der Mute-Math-Debüt-CD für Aufschluss sorgen. Denn mit dem darauf abgebildeten Krimskrams dürfte die Schubladisierung nicht schwer fallen. Die Jungs scheinen nämlich ein Museum für Musikinstrumente leergeräumt zu haben, um ihren Longplayer mit reichlich antiquierter Hardware einzuspielen. Und was kommt am Schluss dabei heraus? Genau, poppig-progressiver Elektro-Alternative-Rock. Hätte man auch gleich drauf kommen können.

Damit sind die Rahmenbedingungen einigermaßen abgesteckt und Anhänger sphärisch-verspielter Klanglandschaften á la Pink Floyd, verwirrender Sound-Spielereien der späten Radiohead-Platten, The-Killers-Gitarren und 80er-Jahre-New-Wave Marke New Order eingeladen, eine neue Form des Mainstream zu entdecken. Ja, richtig gelesen. Denn bei allem Gefrickel und dem Bemühen, Atmosphäre aufzubauen, legen Paul Meany (Gesang, Keyboards), Roy Mitchell-Cardenas (Bass), Greg Hill (Gitarre) und Darren King (Drums, Samples) großen Wert auf eingängige Melodien, die sich mal sehr deutlich und direkt zeigen („Control“), aber auch nicht selten einige Anläufe benötigen, um sie aus der harten Schale eines progressiven Liedbrockens herauszuschälen („Stall out“).

Dieses Kunststück gelingt zwar nicht mit allen 14 Songs – in der Albummitte haben sich leider auch ein paar konturenlose Langweiler eingeschlichen – doch die Anzahl der bemerkenswerten Tracks ist am Ende deutlich in der Überzahl. Gleichwohl benötigt „Mute Math“ Zeit, um richtig entdeckt zu werden. Schließlich handelt es sich um eine neue Band, an deren Sound sich der Hörer erst gewöhnen muss. Denn allen Verweisen und Klangzitaten zum trotz, kupfern die Vier nicht stupide bei anderen ab, sondern entwickeln ihren eigenen Stil, der das Debütalbum der Südstaatler zu einer spannenden Angelegenheit macht. Kleine Tipp noch: Geneigte Käufer sollten darauf achten, dass sie die Digipack-Version mit beigefügter Bonus-6-Track-Live-CD bekommen.

Anspieltipps:

  • Control
  • Picture
  • Typical
  • Noticed
  • You are mine
  • Break the same
Neue Kritiken im Genre „Electro-Rock“
5/10

Spectra
  • 2017    
7/10

Live... Auf Rauen Pfaden
  • 2016    
6/10

Juggernaut
  • 2016    
Diskutiere über „Mutemath“
comments powered by Disqus