Stone The Crow - Fitting The Pieces - Cover
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Stone The Crow Fitting The Pieces


  • Label: 22 Inc./Soulfood
  • Laufzeit: 58 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Es ist immer wieder schön, wenn sich eine heimische Band gegen internationale Konkurrenz durchsetzten und sozusagen aus dem Stand in den Charts mitmischen kann. Wenn das Ergebnis dann auch noch persönlich überzeugt – umso besser. So geschehen Ende der 90er Jahre, als Stone The Crow aus der Bausparkassen-Bastion Schwäbisch-Hall gleich mit ihrem Debüt „Daylight“ (1999) für Verzückung bei den Rockfans sorgte.

Mit ihrem modernen Sound, der elektronische Elemente mit Alternative Rock kombinierte, waren die schwäbischen Krähen auch mit dem Zweitwerk „Year Of The Crow“ (2001) zur richtigen Zeit am richtigen Ort und platzierten sich als ernstzunehmende Nebenbuhler von Nickelback, 3 Doors Down, Papa Roch und Creed. Doch mit dem in die Electro-Gothic-Ecke tendierenden, komplett am PC komponierten „Reduce To The Max“ (2003) war Schluss mit der Herrlichkeit. Das Album enttäuschte auf der ganzen Linie und löste eine Kettenreaktion aus. Der Plattenvertrag lief aus und wurde nicht verlängert. Gitarrist und Hauptsongwriter Hilli verließ die Band. Stone The Crow – habe fertig?

Aber nicht doch! Mit dem neuen Gitarristen Marc Richter an Bord und einer Rückbesinnung auf alte Stärken, meldet sich die Band nun zurück, um mit „Fitting The Pieces“ verlorenen Boden gutzumachen. Dazu wurde der Elektroanteil auf ein gesundes Maß reduziert und die satt rockenden Gitarren mehr in den Vordergrund geschoben. Damit reihen sich Stone The Crow wieder in ursprüngliche Alternative-Rock-Gefilde ein, wo sie sich mit drei, vier hitverdächtigen Titeln prächtig positionieren. Mit Songs wie „Honesty“, „Crush“ und „Them straight“ braucht sich das Quartett jedenfalls vor keiner US-Band verstecken. Denn hier stimmt für den mainstreamorientierten Rockhörer einfach alles: Schöne Melodien, coole Riffs und eine stimmige Portion Härte. Wer daraufhin Namen wie Alter Bridge und Nickelback als Vergleich nennt, liegt gewiss nicht daneben.

Natürlich unterscheidet sich der STC-Sound immer noch durch den latent vorhandenen Elektroeinfluss von US-Nu-Rockern, doch die Richtung stimmt. Und genau deshalb ist „Fitting The Pieces“ ein Album ohne große Schwächen, das man mehrmals am Stück durchhören kann, ohne gelangweilt zu werden. Comeback gelungen!

Anspieltipps:

  • Skin
  • Crush
  • Honesty
  • Healing
  • Them straight
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