Faun - Totem - Cover
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Faun Totem


  • Label: Curzweyhl/Rough Trade
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Fans von traditioneller Mittelalter-Musik ohne Anbiederungen an die Rockmusik können bedenkenlos zugreifen.

Mit „Totem“ haben die in der Mittelalterszene bekannten Faun ihr bisher düsterstes Werk abgeliefert. Jünger von Subway To Sally und In Extremo sollten allerdings aufpassen, denn mit deren Mittelalter-Rock hat die Musik der fünf Schwarzseelen rein gar nichts zu tun. Zurückhaltend instrumentiert, mit ruhigem Gesang und pulsierenden Rhythmen, erzeugen Faun eine melancholische Stimmung mit hypnotischer Wirkung, die den geneigten Hörer von Anfang bis Ende nicht loslässt.

Nach eigener Aussage drehen sich die Texte auf dem Album um das Überwinden von Abgründen und der Kraft der Visionen. Gleich das erste Lied „Rad“ erzeugt vor dem inneren Auge Bilder voller mystischer Geheimnisse und archaischer Rituale. Der mehrstimmige Gesang, der treibende Rhythmus und die schamanische Flöte, all dies nimmt den Hörer völlig gefangen und erzeugt eine wohlige Gänsehaut. Das folgende „2 Falken“ ist deutlich elektronischer gehalten, kann aber ebenso überzeugen. Hier können Faun zeigen, dass sie auch die Vermengung von Mittelalter und Moderne perfekt beherrschen.

Es gibt auch genügend rein akustische Songs, wie das nette „Tinta“ oder das komplett auf französisch gesungene „Unicorne“. Interessant wird es bei „Gaia“, bei dem Faun zeigen, dass sie auch vor orientalischen Klängen nicht zurückschrecken. Das wieder sehr elektronische und gothiclastige „Zeit nach dem Sturm“ und die Acapella-Nummer „Der stille Grund“ beschließen das Album, dessen Wirkung sich nur schwer in Worte fassen lässt. Fans von traditioneller Mittelalter-Musik ohne Anbiederungen an die Rockmusik können hier aber bedenkenlos zugreifen.

Anspieltipps:

  • Rad
  • Sieben
  • Gaia
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