Steven Seagal - Mojo Priest - Cover
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Steven Seagal Mojo Priest


  • Label: Hypertension Music
  • Laufzeit: 62 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Der geneigte Kinofreund kennt Steven Seagal als grobschlächtigen Mimen in vielen üblen (u.a. „Halb tot“, „Exit Wounds“, „Shadow Man“) und sehr wenigen brauchbaren Filmen (evtl. der erste Teil von „Alarmstufe: Rot“). Dass der 55-Jährige mit „Songs From The Crystal Cave” (11/2004) aber auch eine relativ (man höre und staune, besonders in Frankreich) erfolgreiche Musik-CD veröffentlicht hat, dürfte für viele Leinwandjünger neu sein.

Und mal ganz ehrlich, wenn man diesen Hünen aus Michigan, USA mit seinen großen Bud-Spencer-Pranken sieht, wer käme auf den Gedanken, dass der Herr auch als Songwriter, Produzent, Gitarrist und Sänger unterwegs ist? Die Antwort ersparen wir uns an dieser Stelle, ebenso wie eine Lobhudelei von „Mojo Priest“, dem zweiten Album von Mr. Seagal, das sich zu 100% dem Blues widmet und entsprechend traditionell daherkommt.

Na klar, Blues ist cool und alte Recken wie B.B. King, Muddy Waters, Bo Diddley und Willie Dixon unverzichtbare Bestandteile jeder ernstzunehmenden Plattensammlung. Aber wenn sich gelangweilte bzw. nicht beschäftigte Schauspieler als Hobbymusiker versuchen, um ihren Vorbildern nachzueifern, muss dies noch lange nicht zum Anlass genommen werden, CDs davon unters Volk zu bringen, wobei jedem natürlich freigestellt ist, sich eine Kopie von Steven Seagals Freizeitvergnügen zuzulegen.

Denn übel ist es nicht, was der Herr zusammen mit aus dem Blues-Museum entlaufenen Musikern da auf die Beine gestellt hat. Allerdings haut es einen auch nicht wirklich vom Hocker, wenn zum x-ten Mal der „Hoochie coochie man“ nachgespielt oder der „Red rooster“ über den Hof gejagt wird. Kann man haben, muss man aber nicht, zumal Steven Seagal etwas bräsig singt und seine Licks tapsig aus den Fingern kommen. Aber macht ja nichts. Lassen wir dem großen Jungen seinen Spaß und weisen darauf hin, dass es manchem Hörer dieses Albums ähnlich gehen wird, wenn Steven Seagal singt: „Pain has been my teacher. I eat this stuff all the time”.

Anspieltipps:

  • BBQ
  • Dust my broom
  • Hoochie coochie man
  • My time is numbered
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