The Shys - Astoria - Cover
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The Shys Astoria


  • Label: Inkubator/SOULFOOD
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

The Shys bestehen aus durchschnittlich 22 Jahre alten Jungspunden. Die Jungs kommen aus San Clemente im Süden Kaliforniens und spielen räudigen 60er-Jahre-Garagenrock. Ach ja, und sie veröffentlichen ihr Debütalbum „Astoria“ bei uns in Deutschland am gleichen Tag wie die legendären Stooges ihr Comeback „The Weirdness“ nach 30 Jahren Pause.

Eine bessere Verneigung vor den Idolen von Kyle Krone (Gesang, Gitarre), Alex Kweskin (Piano, Orgel), Chris Wulff (Bass) und Michael Walker (Drums) gibt es eigentlich nicht – auch wenn es sich dabei natürlich nur um einen Zufall handelt. Denn in den USA kam „Astoria“ über Sire Records/Warner Bros. bereits im Sommer letzten Jahres auf den Markt. In Deutschland wird das Shys-Album von Warners Independent-Label-Ableger Inkubator in die Läden gebracht.

Wenn eine junge Band auf ihrem ersten Album nach der eigenen Identität sucht, dann sollte man das als nachsichtiger Hörer verzeihen. Ist doch klar, dass die Jungs bei ihren Vorbildern ganz genau hingehört haben und jetzt das eine oder andere Detail in ihren Songs verbraten. So klingt die Single „Call in the cavalry” natürlich nicht nur ein klein wenig bei den White Stripes abgekupfert, sondern ganz und gar nach dem ganz persönlichen „Seven nation army“ der Shys. Aber das macht nichts, denn wie schon so oft an anderer Stelle getan, sei auch hier darauf hingewiesen, dass es besser ist, gut zu klauen, als schlecht zu erfinden. Zum Beginn der Karriere zumindest. Später sollte sehr wohl eine Entwicklung auszumachen sein.

Bis dahin vergnügen wir uns mit frisch von der Leber gespielten Mitgrölhymnen wie „Never gonna die“, feinen Riffrockern („The resistance“) sowie bei den Black Crowes abgeschauten Southern-Rock-Schunklern wie „Waiting on the sun“, in dem Sänger Kyle Krone wie ein kleiner Chris Robinson quengelt und rotiert. Am Ende erfreuen wir uns an einem Album, das mit seiner kompakten Spielzeit von deutlich unter 40 Minuten sicher nicht der große Wurf ist, aber halt auch ohne Schwachstellen auskommt.

Anspieltipps:

  • The resistance
  • Two cent facts
  • Never gonna die
  • Call in the cavalry
  • Waiting on the sun
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