Messiah´s Kiss - Dragonheart - Cover
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Messiah´s Kiss Dragonheart


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie heißt das Album? “Dragonheart”? Moment, ich hol mal schnell meinen Zweihänder und wer will kann sich eine Axt und ein Schild nehmen, denn ein Release, der sich Drachenherz nennt kann ja nur „true“ as fuck und für echte Fantasy Metal-Spezialisten gedacht sein. Doch weit gefehlt! Messiah´s Kiss aus Dinslaken legen zwar die eine oder andere flotte Sohle aufs Parkett, ins klischeebehaftete Power bzw. True Metal-Genre sollte man sie dennoch nicht sofort stecken, haben Mike Tirelli (Gesang), Georg Kraft (Gitarre), Wayne Banks (Bass) und Eckhard Ostra (Schlagzeug) wesentlich mehr mit 60s und 70s Hardrock und Heavy Metal am Hut als mit dem Lager ihrer Kollegen von Manowar oder Hammerfall.

Bereits das Debüt „Prayer for the dying“ (2002), das sicher auch durch die Verwandtschaft mit einem Album von Iron Maiden für Aufsehen sorgte, kam bei den Metalheads unverschämt gut an. Die einen sprachen vom Album des Jahres, die anderen hielten die Band für einen schlechten Metal-Abklatsch bereits existierender Bands. Der schlicht „Metal“ (2004) betitelte Nachfolger unterstrich jedoch die positiven Seiten der Band und strafte die negativen Stimmen Lügen, in dem sie einen energiegeladenen Longplayer vorlegten, der dem Erstling in nichts nachstand. Nun ist es Zeit für „Dragonheart“, das eine gehörige Portion Energie zugelegt hat und von Herman Frank (Victory, Accept) eine ordentliche Dicke Hose-Produktion bekommen hat, die den Stuhl unterm Arsch wegfegt.

Natürlich ebenfalls dazu beigetragen haben die Powerriffs von Kraft (welch lautmalerischer Name), das facettenreiche Spiel Ostras und die unverkennbare, markante Stimme Tirellis, die auch Deep Purple gut zu Gesicht gestanden hätte. In diesem Sinne holzt der Vierer 11 knallharte Heavy Metal-Bolzen heraus, die klassischer nicht sein könnten, sich im Jahr 2007 jedoch trotz aller Energie ein wenig abgenutzt anhören, da mehrere Passagen bereits bekannt sein dürften bzw. jedem Hardrock- und Metalfan sofort herausstechen sollten. Was Messiah´s Kiss allerdings davon abhält ein billiger Abklatsch zu sein, ist ihre enorme Spielfreude und die knackige Würze, die in den Songs zum Vorschein kommt und die Dreiviertelstunde von „Dragonheart“ zu einer stimmigen und abwechslungsreichen Platte macht.

Anspieltipps:

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