The Colour - Between Earth And Sky - Cover
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The Colour Between Earth And Sky


  • Label: Re:think/EMI
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Jetzt wird es bunt! Mit The Colour steht nun eine weitere „The“-Band in den Startlöchern, der Musiklandschaft einen frischen Anstrich zu verleihen. Nachdem „Between Earth And Sky“ dann endlich den Weg in den CD-Player des Vertrauens gefunden hat, wird ziemlich schnell klar, dass diese Band aus L.A. alles andere als nur ein weiterer Lückenfüller in der Rubrik „The“-Bands in diversen Plattenläden sein sollte.

Rot sehen wird bestimmt niemand wenn mit „Can’t you hear it call“ eine Paradebeispiel eines Rock’n’Roll-Songs aus den Boxen dröhnt. Das Piano, der fesselnde Rhythmus und die bestechende Melodie, machen dieses, an die Jubeljahre der Black Crowes erinnernde Stück, zu einem Glanzpunkt dieser Platte. Und plötzlich der überraschende Wechsel. Man findet sich auf einmal in einem in blaues Licht getauchten Nachtclub wieder. Unaufgeregt schleicht sich ein Gefühl des Wohlbehagens ein. The Colour schalten drei Gänge zurück. „Kill the lights“, „Save yourself“ und „Devil’s got a holda me“ schlagen allesamt die ruhigeren Töne an. Aber kaum hat man sich bequem zurückgelehnt, wird diese so unerwartet aufgetauchte Ruhe postwendend durch einen weiteren Höhepunkt auf unterbrochen.

„Just a taste“ stahlt in den buntesten Regenbogenfarben, die man sich nur vorstellen kann. Farbenfroher kann gute Musik kaum sein. Auch „Silver meadows“ überzeugt durch stimmige Melodien und das perfekte Zusammenspiel von Wyatt Hull, David Quon, Derek VanHeule und Nathan Warkentin. „Black summer“, „You’re a treasure“ und das enttäuschende „Our Children were the stars“ tendieren, um in der Farbensprache zu bleiben, leider zu sehr ins lilablassblau. Der Funke will einfach nicht überspringen. Auffallend hier, die mit unter zu penetrant und übertrieben eingesetzten Gitarrensoli a la Santana.

Doch The Colour verblüffen erneut, wenn ab „Salt the earth“ endlich wieder ganz tief in den Farbeimer des Rock’n’nRoll gegriffen wird und die zuvor verschollenen geschienenen Farbtupfer and die Wand geklatscht werden. In „Bearded lady“ und „Dirge to earth & sky” wird alles raus gehauen, was man als Musikfreund von einer rockigen Platte erwartet. Pianoklänge, donnernde Drums, Chöre und das rasante Mundharmonikaspiel zeigen fühlbar, welches Potenzial in The Colour steckt. Wenn Sie diese Kraft weiter nutzen und sich auf ihre Stärken berufen, dann sieht diese Band mit großer Sicherheit sehr bunten, wahrscheinlich sogar goldenen Zeiten entgegen.

Anspieltipps:

  • Can't You Hear It Call
  • Just a Taste
  • Dirge to Earth & Sky
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