Elysian Fields - Bum, Raps And Love Taps - Cover
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Elysian Fields Bum, Raps And Love Taps


  • Label: Naive/INDIGO
  • Laufzeit: 49 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

„Bum Raps & Love Tabs“ stellt bereits das siebte Studioalbum der 1995 von Oren Bloedow (Gitarre) und Jennifer Charles (Gesang) in Frankreich gegründeten Band Elysien Fields dar (nicht zu verwechseln mit der griechischen Band The Elysian Fields). Jennifer Charles ist in Frankreich berühmt wegen ihrer glasklaren, so zerbrechlich klingenden Stimme. Und das hört man auf „Bum Raps & Love Tabs”. Allerdings macht eine gute Stimme noch lange kein gutes Album – leider.

Beim ersten Durchhören des neuen Machwerks der Franzosen fällt nur auf, dass eigentlich nichts auffällt. Kein Song sticht heraus, kein Refrain reißt mit, keine Hookline geht ins Gehör. Das mag sicherlich auch an der Art von Musik liegen, die Elysian Fields spielen, verleitet aber keinesfalls dazu, sich das Album sofort noch einmal anzuhören. Bei vielen Alben ist es auch gut so, wenn kein Song besonders heraussticht, allerdings nur dann, wenn die Qualität gleich hoch bleibt. Natürlich gibt es hierzu auch das Gegenstück.

Irgendwie lustlos nudelt sich die Band durch insgesamt neun Stücke, wobei zwei der Stücke auf über 7 unnötige Minuten gestreckt sind. Die abgefuckte, verkiffte Stimmung, welche die Platte aufbaut könnte man als interessant bezeichnen, wirkt aber in diesem Fall schlichtweg langweilig. Oft wünscht man sich beim Hören, dass die Band einfach mal etwas mehr auf das Gaspedal drückt, denn das würde sicherlich auch die Stimme von Jennifer Charles besser bedienen und würde wenigstens etwas Monotonie aus dem Album holen. Gerne würde ich Ihre Stimme etwas druckvoller zur Geltung kommen hören, denn das Potenzial dazu ist sicherlich vorhanden. Gefühl präsentiert sie auf dem Album leider mehr als genug.

Gute Ansätze sind durchaus vorhanden, auch der Eröffnungstrack „Lions In The Storm“ macht noch eine gute Figur. Jedoch schaffen es Elysian Fields aus diesen teils guten Ansätzen, die einige Sungs zeigen, keine letztendlich guten Songs zu machen. Sie reiten einfach zu lange auf der einen Idee, die sie für einen Song haben herum, was das Hörerlebnis nach spätestens eine Minute in reine Langeweile verwandelt. Es bleibt bei dem schon angesprochenen guten Ansatz.

Ich möchte der Band keine Untalentiertheit vorwerfen, viel mehr scheint es den beiden Songwritern Charles und Bloedow an Inspiration zu fehlen, um ein wirklich fesselndes Album aufzunehmen, denn eine düstere Stimmung aufbauen können sie durchaus, aber bitte nicht 49 Minuten lang dieses eintönige Gedudel!

Anspieltipps:

  • Lions In The Storm
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