Deja-Move - Remember The Past - Cover
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Deja-Move Remember The Past


  • Label: Audiopharm/SPV
  • Laufzeit: 60 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach „Sunday“ legt Andreas Bingel, Kopf und Initiator hinter Deja-Move, mit „Remember the past“ nicht nur seinen zweiten Longplayer vor, sondern auch einen in seiner Machart bestenfalls durchschnittlichen Lounge-Sampler, der nach der in letzter Zeit hereingebrochenen Masse an Compilations in diesem Sektor keinen Hund mehr vor dem Ofen hervorholen dürfte. Dabei liegt es gar nicht am fehlenden Talent, das Herr Bingel in seine Sample-Wut integriert, sondern vielmehr an der unoriginellen und keineswegs innovativen Darbietung, die sich in die 15 Tracks, die insgesamt mit einer Laufzeit von einer Stunde zu Buche schlagen, eingeschlichen hat.

„The past is a part of you“ heißt es im Beiheft zu „Remember the past“, der Leitspruch hinter dem neuen Werk. Der gebürtige Hamburger versucht darin mehrere Stilrichtungen, angefangen in den 60er Jahren bis heute, zu einem modernen Ganzen verschmelzen zu lassen. Die altbekannte Fusion aus Soul, HipHop, Jazz, Trip Hop und Dance ist hier ebenfalls nicht gerade neu und wirkt dadurch ziemlich angestaubt. Bingel konstruiert seine Tracks gewissenhaft, ab und an mit einer soliden Sängerin wie z.B. der amerikanischen Lizz Fields, schneidert diesen eine angemessene Produktion und Atmosphäre auf den Leib, schafft es aber nicht aus dem Chillout-Kanon der letzten Jahre hinaus zu treten.

Erschwerend kommt hinzu, dass das Label im Pressetext mit einer derartigen Flut an klugscheißerischen, englischen Ausdrücken um sich wirft, dass man beinahe gar nicht gewillt ist, sich nach Wörtern wie „cremig“, „smooth“, „moody“, „outstanding“, „deep“ und dergleichen anzuhören wie „Remember the past“ wirklich klingt, denn anscheinend muss hier einiges übertüncht und kompensiert werden. Zum nebenbei hören, Gehirn abschalten oder schlafen gehen trotzdem eine Empfehlung wert.

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