Echoes Of Eternity - The Forgotten Goddess - Cover
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Echoes Of Eternity The Forgotten Goddess


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Uff! Mit „The forgotten goddess“ kommt ein Album auf uns zu, dass nicht nur durch seine komplexen Arrangements viel Liebe und Aufmerksamkeit benötigt, sondern durch den Gegensatz zwischen Hart (die Instrumente) meets Zart (die Stimme) zusätzliche Zuwendung benötigt, denn das Debüt von Echoes Of Eternity ist beileibe kein Werk, das mal flüchtig zwischen einen anderen Metal-Output geschoben werden kann. Francine Boucher (Gesang), Brandon Patton (Gitarre), Duane Cowan (Bass) und Kirk Carrison (Schlagzeug) haben sich nämlich darauf festgelegt aus der Masse an schnöden Metal-Bands herauszustechen und diese um einen unverkennbaren Mosaikstein zu bereichern.

Dieses kleine Puzzleteil ist die bezaubernde und sinnliche Stimme von Madame Boucher, die ihrem Namen nach französische Vorfahren zu haben scheint, obwohl sich die übrige Band in Los Angeles beheimatet fühlt. Auf franzmännisch wird trotzdem nicht geträllert, denn der Vierer will sich schließlich international behaupten und schneidert Francine daher englische Texte auf den Leib. Das verleiht „The forgotten goddess“ einen sanften Gothic-Touch, der jedoch keineswegs stört und sich in die progressive Arbeit von Patton, Cowan und Carrison wunderschön einarbeitet, selbst wenn diese es mit dem technischen Anspruch zeitweilig ein bisschen übertreiben und eher langweilen als begeistern.

Dadurch ist bereits der kurze Opener „Burning with life“ eine anstrengende Angelegenheit und das anschließende „Expressions of flesh“ ebenfalls. In „Voices in a dream“ lockert sich die starre Darbietung ein wenig und auch Fräulein Boucher darf ihr Organ zur Gänze entfalten anstatt von einer Bass-Schlagzeug-Dampfwalze erbarmungslos geplättet zu werden. Die wütenden Gitarren gegen Schluss von „Towers of silence“ bringen Abwechslung in den Track, doch erst mit dem Titelsong eröffnet sich das wahre Können der Truppe wenn sich die Instrumente um die einzige französische Darbietung von Francine schlängeln. Wunderschön melodisch und herzzerreißend ladet die Dame zu einem metallenen Barocktanz der umwerfenden Sorte, der trotz Düster-Riffing sofort haften bleibt. Schade, dass dies die einzige Vorstellung auf französisch bleibt, denn das sollten die Vier auf jeden Fall weiterverfolgen, als sich in englische Gefilde herumzutreiben.

Nach diesem Hammer wird trotzdem nicht Luft geschnappt, sondern weiter der Progressivität freien Lauf gelassen, die sich jedoch im Gegensatz zu Kollegen wie Fates Warning oder Dream Theater eher zum bemühten als zum überzeugenden Lager zählen lässt. Einige Auflockerungsversuche wie das Streicher-Gitarren-Outro in „The kingdom within“ oder das instrumental „Adrift“, das die Gothic-Metal-Avancen nochmals unterstreicht, gibt es zwar, aber wirklich stimmig wie in „The forgotten goddess“ wird kein nachfolgender Track mehr. Daher: Bitte lasst Fräulein Boucher mehr auf Französisch singen!

Anspieltipps:

  • Circles In Stone
  • Voices In A Dream
  • The Forgotten Goddess
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