Mendeed - The Dead Live By Love - Cover
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Mendeed The Dead Live By Love


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 54 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Mendeed, die Zweite. Nicht einmal ein Jahr nach dem Debüt „This war will last forever“ blasen die Schotten zum nächsten Angriff auf den Mosh-Pit. Dieses Mal gibt es allerdings einige Neuerungen, die sich nicht nur in einen positiveren Gesamteindruck niederschlagen, sondern auch auf der musikalischen Seite für zustimmendes Nackenwirbelkreisen sorgen. Stocherte der Fünfer mit dem Erstling aus dem Vorjahr noch in diversen vorgefertigten Metalcore-Klischees herum, so spürt man auf „The dead live by love“ die Frische und Ungebundenheit sich an keine Normen halten zu müssen.

Daher verzichten David Proctor (Gesang), Chris Lavery (Gesang, Bass), Steven Nixon (Gitarre), Steph Gildea (Gitarre) und Kevin Matthew (Schlagzeug) auch auf ein ihrer Heimat entsprechendes Intro und holzen gleich nach einigen Sekunden mit energisch agierenden Äxten durch sämtliche Wälder. Hervorstechend ist vor allem der druckvollere Sound, der alle Instrumente zu gleichen Teilen in die Fresse schnalzen lässt und die Doublebassdrum im Vergleich zu „This war will last forever“ schön im Zaum hält. Abgesehen davon gibt es dieses Mal Power Metal-Riffing und ein dementsprechend agierendes Drumkit zu bestaunen, was sich in einen sehr stimmigen Drive äußert, der auf den ersten Blick nicht viel mit metallenem Hardcore zu tun hat.

Doch Mendeed verzichten natürlich nicht auf ihre Rampensau Proctor, der mit mächtig Zorn im Arsch und Wut im Bauch seine Shouts und klaren Gesänge ins Mikro würgt. Auch wenn er zeitweise seinem Organ zuviel zutraut und z.B. in „Reload´n´Kill“ total daneben liegt und nur auf die Nerven geht, merkt man, dass der Junge einiges an Erfahrung vom Touren mitgenommen hat. Dadurch wird „The dead live by love“ eine wesentlich interessantere Scheibe als das Debüt, die sich sogar einen Death Metal Part in „Blood brothers“ mit Growls erlaubt oder mit „It´s not over yet“ und „Our war“ für neue melodische Strukturen sorgt. Wenn das Tempo über weite Teile hinweg nicht andauernd auf demselben Niveau gehalten worden wäre, dann hätte die zweite Langrille der Fünf aus Glasgow sicher noch mehr Pfeffer gehabt. So bleibt es bei einem überzeugenden, aber erweiterbaren Sound, dessen Richtung jedoch alles andere als verkehrt ist.

Anspieltipps:

  • Our War
  • Blood Brothers
  • The Dead Live By Love
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