Cobra Starship - While The City Sleeps, We Rule The Streets - Cover
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Cobra Starship While The City Sleeps, We Rule The Streets


  • Label: Inkubator/Soulfood
  • Laufzeit: 37 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
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Der Film „Snakes On A Plane” aus dem Jahr 2006 mit Samuel L. Jackson in einer der Hauptrollen war herrlich trashiger Unsinn, der zwar an der Kinokasse ziemlich baden ging, aber bei Trash-Fans als Party-Movie-DVD hohe Beliebtheit genießt. Den Titelsong zu „Snakes On A Plane” komponierte ein gewisser Gabe Saporta, ein aus Uruguay stammender und in Queens, New York lebender Arztsohn und Musiker, der normalerweise mit der Band Midtown unterwegs ist.

Für den SOAP-Song und sein erstes Soloalbum „While The City Sleeps, We Rule The Streets” ist Gabe Saporta unter dem Projektnamen Cobra Starship aktiv. Es fällt auf, dass der Bursche irgendwie auf Schlangen zu stehen scheint. Denn die Biographie wurde um eine abgedrehte Story über einen Schlangenbiss in der Wüste von Arizona gebastelt, Booklet und Cover wimmeln nur so vor dem glitschigen Getier und der Bandname Cobra Starship tut sein übriges. Leider ist die Musik von Gabe Saporta alles andere als ein höllischer Biss einer Kobra, der den Betroffenen zur Raserei bringt. Die oft ziemlich schlappen Liedchen fühlen sich vielmehr wie ein zartes Knabbern einer Blindschleiche an, die man genervt vom Bein schüttelt.

Was auf „While The City Sleeps, We Rule The Streets“ in elffacher Ausführung aus den Boxen dringt, ist größtenteils recht harmloser Dance-Rock mit zweitklassigen Melodien und wenig Wiedererkennungswert. 37 Minuten lang rumpelt und pluckert es auf dem Silberling, der – man mag es kaum glauben – zwischen all den Songs aus der 2. Liga des Zappelphilipp-Rock tatsächlich auch ein paar Glückstreffer versteckt hat. Und zwar ziemlich zum Schluss, wenn das atmosphärische „You can’t be missed if you never go away“ im Stile einer Pop-Punk-Halbballade á la (+44) zu begeistern weiß. Dazwischen fallen noch das tanzbare, mit U2-Gitarren befeuerte „Send my love to the dancefloor, I’ll see you in hell (hey mister DJ)“, das hymnische „The kids are all fucked up“ und das beretis bekannte „Bring it (Snakes on a plane)“ auf. Doch damit ist die amphibische Herrlichkeit leider schon zu Ende.

Anspieltipps:

  • Pop-Punk is sooooo ‘05
  • The kids are all fucked up
  • Bring it (Snakes on a plane)
  • You can’t be missed if you never go away
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