Pop Levi - The Return To Form Black Magick Party - Cover
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Pop Levi The Return To Form Black Magick Party


  • Label: Ninja Tune/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 44 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Als Ex-Bassist von Ladytron und Gründungsmitglied von Super Numeri dürfte Pop Levi schon manchem über den musikalisch extravagant gepflasterten Weg gelaufen sein. Nun gibt sich der Londoner, mittlerweile in Los Angeles wohnhaft, als Solokünstler die Ehre und wurde mit seinem Debüt „The Return To Form Black Magick Party“ in England standesgemäß abgefeiert. Mit einiger Verspätung steht das gute Stück wilder Musikgeschichte nun auch bei uns in den gut sortierten Plattenläden. Zwischen Glam-Rock voll schillernder Kraft, psychedelischem Soul und Folk-Pop samt vereinnahmender Stimme nimmt es den Hörer gleich im Opener „Sugar Assault Me Now“ mit und lässt ihn im besten Fall auch gar nicht mehr los.

Das Zeug dazu hat der Engländer sowieso, wie dieser Kessel Buntes inklusiver frecher Zitate, die aus dem Schaffen Marc Bolans oder auch von Prince stammen könnten, lebenslustig beweist. Im ersten Track wird eine wilde Dringlichkeit heraufbeschwört, die kraftvolle Percussions und die im Rock´n´Roll beheimatete, beherzt eingesetzte E-Gitarre ins Spiel bringen, um von der artistischen Stimmgewalt Pop Levis noch knapp übertrumpft zu werden.
„(A Style Called) Crying Chic“ wird von wirren Soundbeigaben eingeleitet und entpuppt sich schließlich doch als tänzelnder Folk mit großen 70´er-Schlagseite und setzt sich anhand der perfekt im rauen Klang untergebrachten, versiert aufspielenden Akustik-Gitarre schnell in den Ohren fest. Dasselbe gilt für das gar ein wenig hysterische „Pick-Me-Up Uppercut“, bei dem nicht nur Handclaps und die sonnigen Sing-a-longs mit den Gedanken bei den Swingin´ Sixties hängen geblieben sind, um wagemutig in 2007 wieder aufzutauchen.

Doch all´ die Erinnerungen an Gestriges und Musikhistorisches verblassen zugunsten der gehörigen Spielfreude und Sangeslust (u. a. in höheren Stimmregionen), die Pop Levi höchsteigen verpackt und dabei einen Suchtfaktor entfacht, den man spüren muss, um ihn zu verstehen. Selbst das nervös zuckende „Dollar Bill Rock“ und zuweilen schräg ausufernde Instrumentalausflüge auf wenig erforschten Pfaden sind nur vordergründig anstrengend oder krachig, denn in allem findet man wunderbare Harmonien, die es zu entdecken gilt und für ein komplett überzeugendes Album sorgen, dessen Größe man sich erarbeiten muss und durch kleine Hits immer wieder ermuntert wird, genau dies zu tun.

Anspieltipps:

  • Sugar Assault Me Now
  • Pick-Me-Up Uppercut
  • Hades' Lady
  • From The Day That You Were Born
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