Masterplan - MK II - Cover
Große Ansicht

Masterplan MK II


  • Label: AFM Records
  • Laufzeit: 53 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Masterplan stehen rosige Zeiten ins Haus.

2006 war ein schweres Jahr für die Hamburger Power Metaller von Masterplan. Fast gleichzeitig stiegen Goldkehlchen Jorn Lande und Drummer Uli Kusch und damit zwei Markenzeichen der Band aus. Beide taten dies aufgrund der üblichen „musikalischen Differenzen“. Vor allem Lande kam wohl mit der eher härteren Ausrichtung der Band nicht zurecht. Fraglich war es, wie Bandkopf Roland Grapow diese herben Rückschläge verkraften würde, doch taten er und die beiden anderen Verbliebenen das beste in der Situation, holten sich zwei neue Musiker ins Boot und machten da weiter, wo sie mit dem Vorgänger „Aeronautics“ aufgehört hatten. Gespannt wartete die Fangemeinde, wie sich die beiden Neuen Mike DiMeo (Ex-Frontmann von Riot) und Mike Terrana (ehemals Rage) am Schlagzeug in das Line-Up einreihen würden.

Nach einem mystischen Intro geht es flott mit der Doublebass-Nummer „Warrior’s Cry“ los, die leider einen etwas zwiespältigen Eindruck hinterlässt. Der Song ist keineswegs schlecht, doch hat man von dieser Art Song doch schon ca. 291.376 Versionen von Bands wie Gamma Ray oder Edguy gehört, auch Sänger DiMeo darf hier noch kein gesangliches Ausrufezeichen hinterlassen. Allerdings hört man schon hier, dass Drummer Terrana seinem Vorgänger Kusch spieltechnisch haushoch überlegen ist. Beim schon vorab als Single ausgekoppeltem „Lost And Gone“ sieht das Ganz dann schon anders aus. Der epische Midtempo-Song überzeugt mit seinen Ohrwurm-Refrain und den schön groovigen Gitarren gefangen. Vielleicht ist der Song etwas zu sehr auf Single getrimmt, gefallen weiß er trotzdem, auch weil hier DiMeo mehr Facetten von seinem beeindruckenden Sangesorgan nutzen kann. Der Sänger brauch sich vor Landes Erbe in keinster Weise verstecken und fügt so dem Masterplan-Sound neue Aspekte hinzu.

Auf diesem hohen Niveau setzt sich das Album dann fort. „Keeps Me Burning“ und „Take Me Over“ bieten ebenfalls eine sehr schöne Melodie und die Instrumentalisten dürfen auch zeigen was sie können. „I’m Gonna Win“ markiert die Mitte des Albums, stellt sich aber leider als belanglose Dudelnummer heraus. Zum Glück rocken die folgenden Songs dann wieder richtig, besonders „Trust In You“ begeistert mit düsteren Riffs von Roland Grapow und einem nachdenklichen Text.

Die letzten drei Lieder legen dann noch mal in Sachen Härtegrad ein bisschen zu, was der Band überaus gut steht. Hier kann DiMeo noch einmal so richtig zeigen was in ihm steckt. Mystisch entlässt „Heart Of Darkness“ den Hörer aus einem fantastischen neuen Album. Der Einstieg der beiden Mikes hat der Band nur gut getan, auch wenn mit „MK II“ nicht ganz die Klasse des Debütalbums erreicht wird, so schlägt das Album doch ganz eindeutig das etwas nichtssagende Zweitwerk „Aeronautics“. Wenn die fünf Jungs noch an ihren Livequalitäten arbeiten (die waren bisher gelinde gesagt bescheiden), stehen Masterplan weiterhin rosige Zeiten ins Haus.

Anspieltipps:

  • Lost And Gone
  • Keeps Me Burning
  • Trust In You
  • Heart Of Darkness
Neue Kritiken im Genre „Power Metal“
7/10

Riding The Storm: The Very Best Of The Noise Years 1983-1995
  • 2016    
8/10

Ride The Sky: The Very Best Of 1985-1998
  • 2016    
Diskutiere über „Masterplan“
comments powered by Disqus