Au Revoir Simone - The Bird Of Music - Cover
Große Ansicht

Au Revoir Simone The Bird Of Music


  • Label: Cooperative/Rough Trade
  • Laufzeit: 45 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Im Herbst 2003 beschließen zwei New Yorkerinnen eine Band zu gründen, deren Bandname einer Szene aus Tim Burtons 80er Jahre Film „Pee Wee’s Big Adventure“ entliehen ist. Eine junge Kellnerin wird dort mit den Worten „Au Revoir Simone“ verabschiedet, um sich danach auf die Reise zu machen, ihren Lebenstraum zu verwirklichen. Parallelen sind zu erahnen. Auch die mittlerweile zum Trio avancierte Band aus Brooklyn macht sich sogleich ans Werk und veröffentlicht 2005 eine erste Mini-LP mit dem Titel „Comfort, Assurance And Salvation“. Die positive Resonanz in der Presse und eine stetig anwachsende Fangemeinde führen ein Jahr später zur Aufnahme einer diesmal vollständigen Langspielplatte.

„The Bird Of Music“ knüpft genau da an, wo die drei Mädels mit ihrer EP aufgehört haben. Keyboard, Drummachine und Percussions sind die treibenden Elemente eines Sounds, der sehr persönlich und vertraut klingt. „The Lucky One“ ist der erste Track auf der neuen Platte und bewegt sich wie die folgenden Songs zwischen elektronischen Klängen, Pop und mehrstimmigem Gesang der drei jungen US-Amerikanerinnen. Dieser Song besticht durch eine leichte und lockere, von sanftem Glockenspiel begleitete Singweise, einem eingängigen Refrain und einem Chor, welcher das Anliegen von Annie, Heather und Erika offenbart: „… so let the sunshine, let it come“.

Auch „Sad Song“ ist alles andere als traurig. Eine zuckersüße Melodie die sofort ins Ohr geht und durch ihre elektronische Untermalung eine beruhigende Atmosphäre schafft. Die etwas beatlastiger geratenen „Fallen Snow“ und „I Couldn’t Sleep“ sind dann auch nicht mehr ganz so eingängig, aber die klaren Stimmen der Sängerinnen sind immer präsent, und das unaufgeregte Klangewand der Songs vermittelt ein wohliges Gefühl.

Das entspannende „A Violent Yet Flammable World“ ist ein weiteres Stück aus der Kategorie „Wohnzimmersound“. Sehr persönlich, intim und Drums, denen man fast abkaufen könnte, nicht aus einer Drummachine entsprungen zu sein. Mit „Don’t See The Sorrow“, „Dark Halls“ und „High Majestic“ erhöhen die drei dann aber doch einmal das Tempo und die Synthesizer Klänge erscheinen nur all zu vertraut. Nach denen dann eher unscheinbar wirkenden und nicht besonders auffallenden „Stars“ und „Lark“ beschließen Au Revoir Simone dieses Album mit dem wunderschönen „The Way To Be There“.

In diesem mit fast sieben Minuten Spielzeit längsten Track des Albums, vermischen sich Melodie, Synthesizer und Keyboard zu einem sanften und spannenden Sounderlebnis, das den Abschluss eines überzeugenden Albums einleitet. Wer sich bei der Musik von Air, Lali Puna oder Modest Mouse zu Hause fühlt, der kann mit dieser Platte sicherlich viele schöne Stunden verbringen.

Anspieltipps:

  • The Lucky One
  • Sad Song
  • The Way To There
Neue Kritiken im Genre „Pop“
Diskutiere über „Au Revoir Simone“
comments powered by Disqus