Saxon - The Inner Sanctum - Cover
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Saxon The Inner Sanctum


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 45 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Jawohl, Saxon! So einen Opener wie „State of grace“ wollen wir 2007 von euch hören. Wuchtige Drums, famose Gitarrenarbeit und einen zwischen aggressiv und sanft pendelnden Biff Byford und der vergessenswerte Live-Output „The eagle has landed part III“ wird schnellstens unter den Tisch gekehrt. Weiter geht’s mit „Need for speed“, das sich dem Namen nach natürlich nichts schenkt und direkt auf die Zwölf zielt. Ohne angezogene Handbremse, doppelten Boden oder sonst was. Straight forward bretternder Metal, der die Angelsachsen wieder zurück in die Herzen der Fans bringt, wo sie erst wieder mit „Heavy metal thunder“ (2002) zaghaft angeklopft haben.

„Let me feel your power“ drückt nochmal aufs Gaspedal und versetzt den Hörer in Geschwindigkeitsrausch. Kneift mich mal einer, oder sind das wirklich Saxon, die solch fade Gurken wie „Destiny“ (1988) oder „Dogs of war“ (1995) fabriziert haben und seit mehr als 30 Jahren zu einer festen Größe im Metal-Zirkus zählen? Fast unglaublich was für eine Durchschlagskraft und Power die Herrschaften in diesen ersten drei Tracks ihres bislang 17. Werkes mitbringen. Das darauffolgende „Red star falling“ gibt sich zwar wieder gesetzter und marschiert so locker über die 6-Minuten-Marke, live schafft es dieser Track aber sicherlich zu einem Klassiker.

Danach gibt es allerdings Trennkost zu vermelden. „I´ve got to rock“ verabschiedet sich vom knackigen Metal der Vorgänger und bietet Powerrock erster Güte, das sogar mit einem kleinen Call and Response-Teil zwischen Byford und E-Gitarre aufwartet. Die erste Singleauskoppelung „If I was you“ setzt im Anschluss auf schmetternde Drums und entflammte Äxte mit einer gehörigen Portion Melodie. Blues-angehauchten Hardrock mit AC/DC-Anleihen verabreichen uns Saxon mit „Going nowhere fast“ bis „Ashes to ashes“ dem Rock den Rücken kehrt und wieder metallischere Wege beschreitet.

Abschließend geleiten Biff Byford (Gesang), Paul Quinn (Gitarre), Doug Scarratt (Gitarre), Nibbs Carter (Bass) und Nigel Glockler (Schlagzeug) den Hörer mit dem fast zehnminütigen „Atila the hun“ in polternder, lautstarker und kompromissloser Manier zum Ausgang. Was den Song jedoch davon abhält ein „Alexander the great“ (Iron Maiden) zu werden ist die Unstimmigkeit zwischen den ruhigen Passagen und den knüppelharten Teilen, die etwas zu plötzlich aus den Lautsprechern fetzen. Zumindest hat sich mal wieder jemand getraut ein treibendes Schlagzeugsolo als Outro einzusetzen. Nach diesem Donnerknüppel namens „The inner sanctum“, der von Charlie Bauernfeind (Blind Guardian, Hammerfall, Primal Fear, Rage) eine mächtige Produktion auf den Leib geschneidert bekam, können sich die Engländer getrost auf ihr nächstes Jubiläum vorbereiten.

Anspieltipps:

  • If I Was You
  • State Of Grace
  • Need For Speed
  • Let Me Feel Your Power
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