Volbeat - Rock The Rebel / Metal The Devil - Cover
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Volbeat Rock The Rebel / Metal The Devil


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

„Rock The Rebel / Metal The Devil“ kann es locker mit dem Debüt von 2005 aufnehmen!

2005 erschien das Debüt „The Strength / The Sound / The Songs“ der dänischen Metalband Volbeat und wurde bei den Danish Metal Music Awards als bestes Debütalbum 2005 ausgezeichnet. Im darauf folgenden Jahr erhielten sie die Titel „Liveband des Jahres“ und „Hoffnung des Jahres“. Dazu mehrfach die Höchstnote in diversen Magazinen. Viele Lorbeeren für die Kopenhagener Newcomer-Band, die Ende 2001 von den Mitgliedern Michael Poulsen (Gesang), Teddy Vang (Gitarre), Anders Kjølholm (Bass) und Jon Larsen (Schlagzeug) gegründet wurde. Teddy Vang wurde 2003 von Franz „Hellboss“ Gottschalk ersetzt, der wiederum im Dezember 2006 die Band verließ. Für ihn ist seit Januar Thomas Bredahl dabei.

Nun liegt das neue Werk der Dänen vor: „Rock The Rebel / Metal The Devil“ heißt das gute Stück, das es mit dem Debüt aufnehmen soll. Und die neuen elf Tracks stehen denen ihres Vorgängers in Nichts nach. Nach einem kurzen, verhaltenen Gitarren-Intro ertönen stampfende Drums, die Gitarre gesellt sich dazu und Poulsens Stimme, die etwas an Keith Caputo von Life Of Agony erinnert, ertönt: „See the titie klitie hootie boogie woogie girl.“ An „Boogie Woogie“ fühlt man sich hier tatsächlich erinnert, da sich unter den vordergründigen Hardrock-Sound immer ein Rock’n’Roll-Anstrich mischt, was dem Stil von Volbeat schon die Bezeichnung „Elvis-Metal“ eingebracht hat. „Mr. & Mrs. Ness“ wird dieser Kategorisierung zwar nicht gerecht, dafür ist der eher an Godsmack erinnernde Song mit einem treibenden, Doublebass-lastigen Refrain ausgestattet. In „The Garden’s Tale“ harmonieren Anfangs Akustik – und Strom-Gitarre, ehe der Songs an Fahrt aufnimmt und eine Hit-Melodie nach der Anderen auf den Konsumenten loslässt.

Hitpotential besitzt auch „Devil Or The Blue Cat’s Song“, aber der Übersong folgt erst noch mit „Sad Man’s Tongue“: Banjo und Country-Gitarre leiten den Song gemächlich ein, Poulsen schreitet zum Mikro und lässt die Sixties aufleben. Dann bricht plötzlich das Schlagzeug aus den Fesseln, Poulsen schreit: „Yeeeaaah“ und das Teil nimmt dermaßen an Fahrt auf, das es Einem schwindelig wird. „Very heavily inspired by…Johnny Cash”, ist im Booklet vermerkt. Eine mehr als würdige Huldigung. „River Queen“ im Anschluss verblasst dagegen etwas und wird bald zum Opfer der Skip-Taste. „Radio Girl“ und „A Moment Forever“ sind erstklassige Uptempo-Metalnummern mit druckvollem Drumming und tragendem Refrain. „Soulweeper #2“ entpuppt sich als „Schunkelnummer“, „You Or Them“ macht sich einen Namen als düsterstes Stück der Platte und zieht den Härtegrad noch einmal an, bevor mit „Boa“ zum Abschluss noch ein solider, Volbeat-typischer Hardrocker ertönt, der nach einem Brake als Instrumentalnummer ausklingt.

„Rock The Rebel / Metal The Devil“ kann es locker mit dem Debüt von 2005 aufnehmen, es übertrumpft seinen Vorgänger noch. Dennoch bleibt die Höchstpunktzahl, aufgrund geringer Vielfalt und dem einen oder anderen etwas schwächeren Song, aus.

Anspieltipps:

  • The Human Instrument
  • The Garden’s Tale
  • Sad Man’s Tongue
  • Radio Girl
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