Consequence - Don´t Quit Your Day Job - Cover
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Consequence Don´t Quit Your Day Job


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 48 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Als unoffizielles Mitglied der „A Tribe Called Quest”-Crew und als Cousin von Rapper Q-Tip, hatte Dexter Raymond Mills Jr. aka Consequence es nicht immer leicht. Nach der Crew-Auflösung 1998 wechselte der aus Queens, New York City stammende Rapper von Label zu Label, hatte aber nie Glück auf seinem Weg. Nach unzähligen erfolgreichen Mixtape-Releases („All Sales Are Final“, „Make The Game Come To You“, „Take Em To The Cleaners“, „The Comeback Kid“, „A Tribe Called Quence: 1995-2004“), die in der HipHop-Welt schon als Mixtape-Klassiker zählen, wurde schließlich auch The Louis Vuitton Don auf den smarten MC aufmerksam. Consequence lernte durch seinen Freund und Producer 88 Keys im Jahr 2002 Kanye West kennen. Damit war Cons Musikkarriere besiegelt. Drei Jahre später unterschrieb Mr. Cons – to – the – Quence bei Kanyes frisch gegründeten Label G.O.O.D. Music, der selbst ernannten Grammy Family. Wieso Grammy Family? Ganz einfach: Kanye schnappte sich, neben sich selbst, Künstler wie John Legend, Common und natürlich Consequence.

1996 wurde Cons das erste Mal dem HipHop-Publikum vorgestellt. Heute, 11 Jahre später, steht der Amerikaner mit seinem offiziellen Debütalbum „Don’t Quit Your Day Job“ endlich in den Startlöchern. Doch auch hier scheint die Promotion wieder in die Hose zu gehen. HipHop-Kenner wissen zwar schon lange, was von Consequence zu erwarten ist, doch Neulinge kommen kaum mit ihm in Berührung. Dabei ist „Don’t Quit Your Day Job“ ein musikalisches Meisterstück, das endlich wieder den Hip Hop hervorbringt, den wir alle lieben und vermisst haben. Ähnlichkeit hat Cons Rapstil mit Kanye Wests und Lupe Fiascos, doch in eine Schublade sollte man den jungen Mann nicht stecken. Bekannt durch Kanyes „Spaceship“ oder „Gone“, indem Con als Feature zu hören ist, startet er nun mit insgesamt 12 Tracks, die allesamt voll und ganz überzeugen. Seine Homeboys John Legend und Kanye West sind natürlich neben Gangsta L. Crisis (ebenfalls bei G.O.O.D. Music), Really Doe und DJ Khaled auch mit von der Partie.

Der Storyteller-Rap ist back, beweist Consequence eindrucksvoll in seinen Songs und splittet die Reime in das Mic, als ob es keinen Morgen geben würde. Den ultimativen Old School Vibe mit Drum Kicks findet man auf dem grandiosen „Callin Me“. Hier trifft ein Killerbeat auf bouncende Reime. Weiter geht es mit dem sehr schönen „Feel This Way“, indem Cons von R&B-Kumpel John Legend unterstützt wird und eindeutig sein Schreibtalent unter Beweis stellt. Clubbanger wie „Uptown“, „Night Night“ oder „Disperse“ bringen die Decke sprichwörtlich on fire und das Kanye-produzierte „Good, the Bad, the Ugly“ bedarf keiner weiteren Erklärung. Dort reimt Consequence: „so now the games ugly and my chains ugly / things became ugly, cause my ugly worry got a stain and it’s ugly / waking up looking crusty / and Mrs. Thing whose ugly is sayin to me don’t touch me / I went from Pretty Willie, to pretty Philly, to pretty gully, so you know things will still get pretty ugly / and this is for the hood, the crabs, the junkies / the good, the bad, the ugly”.

„Con scheint heller als die Sonne”, schreibt ein amerikanischer Kollege und hat damit gar nicht mal so Unrecht. Mit Texten wie „..matter fact they askin Dexter when I plan to pay back / on that long line of credit that they lent me pay back / at the turn of the century / the notice they sent to me, is sayin essentially / if I don’t pay that balance off along with that extra fee“ („Job Song“) oder „I used to have stay in this clubbed basement / now I’m getting calls for product placement / they say that song ‘Spaceship’ gave my career a face-lift / now I’m on the comeback trail to make a statement” („Who Knew My Luck Would Change?”) zeigt Consequence wie viel in ihm und dem HipHop steckt.

„Don’t Quit Your Day Job” von Consequence ist eine Rapsammlung aus unverbrauchtem und heißem Material, was sich auf jeden Fall jeder HipHop-Hörer gönnen sollte. Frischer Wind weht in den Hip Hop von 2007 und bringt einen Rapper hervor, der bis jetzt noch nicht im Rampenlicht stand. Doch zum Glück ändern sich die Zeiten, denn the time is definitly right for Mr. Con – to – the – Quence, dem nächsten möglichen Grammy-Gewinner.

Anspieltipps

  • Don’t Forget Em
  • Uptown
  • Night Night
  • Fell This Way
  • Calling Me
  • Who Knew My Luck Would Change
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