Domine - Ancient Spirit Rising - Cover
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Domine Ancient Spirit Rising


  • Label: Audioglobe/SPV
  • Laufzeit: 62 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Fantasy-Cover, Titel wie „On the wings of the firebird“ oder „The lady of Shalott“ und dann veröffentlicht die italienische Band Domine ihren fünften Output auch noch bei einem Label mit dem äußerst klingenden Namen Dragonheart. Also wenn es sich bei „Ancient spirit rising“ nicht um einen reinrassigen Power Metal-Output handelt, der sich gewaschen hat, dann spielen Morby (Gesang), Enrico Paoli (Gitarre), Riccardo Paoli (Bass), Riccardo Iacono (Keyboard) und Stefano Bonini (Schlagzeug) auf alle Fälle mit den falschen Signalen. Aber zu aller Beruhigung gebärdet sich der Opener „The messenger“ nicht als überbordender, musikalischer Flächenbrand, der jedes Klischee in sich aufsaugt, dass es über dieses Genre gibt, sondern umschifft gekonnt das eine oder andere Fettnäppchen.

Das fängt schon bei der Darbietung von Mikrophonschwinger Morby an, der im Gegensatz zu vielen seiner Landsmänner ordentlich Druck in der Lunge und einen angenehmen englischen Akzent vorzuweisen hat. Außerdem verstehen es die restlichen Mitglieder von Domine den Songs eine variable Note zu verleihen anstatt seelenlos auf die Instrumente einzuprügeln um neue Geschwindigkeitsrekorde zu brechen. Vor allem die gesunde Prise Heavy Metal und Hardrock, die den neuen Output von den alten Drachentöter-Motiven vorhergehender Veröffentlichungen unterscheiden soll, macht sich im positiven Sinne bezahlt. Dadurch nutzen sich die flotteren Stücke „I stand alone“, „On the wings of the firebird“ oder „Sky rider“ nicht allzu schnell ab, eine gewisse Halbwertszeit ist aber auch hier unabdinglich.

Am interessantesten sind aber auf jeden Fall die langen Kompositionen wie „The lady of Shalott“ oder „Ancient spirit rising“, die sich über die gesamten 9 Minuten durch gelungenes Songwriting und stimmigen Aufbau hervorheben. Eine betörende Frauenstimme säuselt zur Akustikgitarre, während kurze Zeit später mehrstimmige Einlagen für die nötige Theatralik sorgen. Das Domine mit solchen Dumpfbacken wie Hammerfall ebenfalls nichts am Hut haben, zeigt allein das abwechslungsreiche „Another time, another place, another space“, welches zeigt, dass es noch so etwas wie epischen Hardrock mit Streicheruntermalung gibt, der nicht grenzenlos kitschig sein muss. Trotzdem ist das komplette Werk, das mit einer guten Stunde zu Buche schlägt, am Stück zu lang, da sich doch hie und da einige Längen eingeschlichen haben, die Ungeduld schüren.

Anspieltipps:

  • Tempest Calling
  • Ancient Spirit Rising
  • On The Wings Of The Firebird
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