Chakuza - City Cobra - Cover
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Chakuza City Cobra


  • Label: Ersguterjunge/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 57 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Peter Pangerl als Künstlername geht ja mal gar nicht und Linz in Österreich als Herkunft ist auch nicht viel cooler – jedenfalls nicht, wenn man als gefährlicher Rapper von sich reden machen will. Die Lösung des Problems geht so: Umzug nach Ghetto-Town Berlin, einen Vertrag bei Bushidos Ersguterjunge Label unterschreiben und sich ein krasses Pseudonym wie Chakuza verpassen.

Nach zwei Streetalben und diversen Beiträgen auf Mixtapes und Labelsamplern, legt der 26jährige Rapper mit „City Cobra“ sein erstes Soloalbum vor. Und als persönliche Entdeckung von Goldrapper Bushido dürfte auch Chakuza den alles entscheidenden Hype sicher haben, um nach trostlosen Jahren in Österreichs HipHop-Szene den Durchbruch zu schaffen. An seinem Können wird der Chartsangriff jedenfalls nicht scheitern, denn der Linzer stellt schon seit Jahren als Mitglied des Produzenten-Teams Beatlefield Productions sein Talent unter Beweis. So geht z.B. Bushidos Erfolgsalbum „Staatsfeind Nr. 1“ (11/2005) zu großen Teilen auf seine Kappe.

Mit Chakuza als Mitverantwortlichen für Bushidos typischen Sound, wissen die Fans natürlich was sie von seinem Album erwarten können. Und mit „City Cobra“ wird er sie gewiss nicht enttäuschen. Mit einem ansprechenden Beat-Gerüst und einer anständigen Leistung als Rapper legt er die musikalische Messlatte nämlich relativ hoch. Und auch auf, ähem, lyrischer Seite massiert er amtlich die Prostata seiner Hörer und macht es damit seinem Entdecker nach („Seid ihr dämlich oder was? Ihr müsst euch fürchten wenn ich rappe. Dieser Mann verpasst euch Würstchen ein Geschwür an der Rosette“). Dass dies mitunter unheimlichen Blödsinn („Was glaubst du?“) und eine total dumpfe Grundstimmung zur Folge hat („Tage des Donners“), muss der Hörer billigend in Kauf nehmen.

Ganz klar, hier wäre sicher mehr drin gewesen. So aber beschränkt sich das Vergnügen auf vier bis fünf überdurchschnittliche Tracks, von denen sich allerdings auch nur die Hälfte nachhaltig im Gehör festsetzt – darunter die Singleauskopplung „Eure Kinder“, in der Bushido ein Feature erhält und zusammen mit Kumpel Chakuza auf ein Sample des Snap-Klassikers „Rhythm is a dancer“ rappt.

Anspieltipps:

  • Diese eine
  • Eure Kinder
  • Gott sei Dank
  • Augen auf, Klappe zu
  • Ein verdammter Song
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