The Doors - The Very Best Of The Doors - Cover
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The Doors The Very Best Of The Doors


  • Label: Rhino/WEA
  • Laufzeit: 136 Minuten
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10/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Es lohnt sich wieder einmal, für die Doors ein paar Euro auszugeben.

Als Doors-Fan benötigt man bekanntlich einen dicken Geldbeutel. Denn was über 35 Jahre nach dem Tod von Frontmann Jim Morrison noch immer alle Nase lang an vermeintlichen Neuerscheinungen in die Läden gekarrt wird, strapaziert den Haushaltsplan eines Fans ganz ungemein. Doch für sein hart verdientes Geld bekommt dieser zumindest Top-Qualität und tolle Ausstellungstücke für seine Sammlung geboten. Der letzte Leckerbissen war das Box-Set „Perception“ (12/2006), das alle sechs Studioalben mit Jim Morrison am Mikrophon als runderneuerte Klangwunder in frischen „Advanced Resolution“ Stereo-Mixes sowie als DVD-Audios im 5.1-Mix in einer aufwändig gestalteten Verpackung präsentierte.

Doch wie bei den Doors üblich, werden die CDs aus Box-Sets etwas später auch als einzeln erhältliche Discs auf den Markt geworfen. Viel billiger wird der Spaß dadurch freilich nicht. Deshalb bekommen all diejenigen, denen die erneute Anschaffung der Studioalben als „40th Anniversary Mix Versionen“ zu teuer ist, zeitgleich die Chance, eine komprimierte Werkschau für das etwas schmalere Portemonnaie zu erwerben. Diese heißt nicht „The Best Of The Doors“ (denn die gab es bereits vor sieben Jahren), sondern, tataa!, „The Very Best Of The Doors“.

Aber auch damit schocken die Nachlassverwalter namens Densmore, Krieger und Manzarek die geneigten Käufer, denn sie schicken den Prachtschinken gleich in drei (!) Versionen los. Nämlich als Single-Disc mit 20 Tracks, als Doppel-CD mit 34 Songs oder als limitierte 3-Disc-Version in Buchform mit 39 Liedern. Es soll Sammler geben, die in so einem Fall auch dreimal zuschlagen. Wir empfehlen dagegen die mittlere Lösung als Doppelalbum, für das Bandsprecher Ray Manzarek geschickt die Werbetrommel rührt: „Wir wollten“, erklärt der Keyboarder, „dass die alten und die neuen Fans das zu hören bekommen, was wir entdeckt haben, als wir die Multi-Track-Aufnahmen abhörten. Da gibt es Background-Gesang von Jim und Piano von mir und Soli von Robbie Krieger, die auf den Originalaufnahmen fehlten und hier zum ersten Mal zu hören sind. Wir haben nur die beste Technik eingesetzt, um diese CDs auf dasselbe Sound-Level zu bringen, das wir genießen durften, als wir diese Songs aufgenommen haben. Und wir laden alle Fans ein, jetzt auch ein Teil davon zu werden.“

Und so kriechen wir zum Beispiel bei der amtlichen 12-Minuten-Version von „The end“ (die Single-Disc-Version bietet nur einen verstümmelten 6-Minuten-Edit) noch ein Stück näher an die Lautsprecher, um all die Kleinigkeiten herauszuhören, die auf den Urversionen nicht zu hören waren und auch auf den mehrmals remasterten Neuauflagen nicht wahrnehmbar gewesen sind und erfreuen uns tatsächlich an einer wesentlich frischeren Klangdynamik. Hat sich also wieder mal gelohnt, für die Doors ein paar Euro auszugeben...

Anspieltipps:

  • L.A. Woman
  • Love street
  • Five to one
  • Back door man
  • Break on through
  • Moonlight drive
  • Roadhouse blues
  • Waiting for the sun
  • Crawling king snake
  • Riders on the storm
  • When the music’s over
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