The Trews - Den Of Thieves - Cover
Große Ansicht

The Trews Den Of Thieves


  • Label: Bumstead/SOULFOOD
  • Laufzeit: 47 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Kanada hat schon viele namhafte Künstler der Rock- und Popmusik hervorgebracht. Zu den bekanntesten Vertretern gehören unter anderem Bryan Adams, Leonard Cohen, Céline Dion, Nelly Furtado, Billy Talent, Nickelback oder auch Neil Young. The Trews sind ebenfalls im flächenmäßig zweitgrößten Staat der Erde zuhause. Und wer weiß? Vielleicht werden sie auch einmal in einem Atemzug mit den oben genannten Künstlern genannt. In ihrer Heimat sind sie schon seit einigen Jahren kein unbeschriebenes Ahornblatt mehr. Sechs Top 10 Singles haben sie zu einer der meist beachteten Rock-Acts Kanadas gemacht. Nach ihrem 2003er Debüt „House Of Ill Fame“ erscheint nun der Nachfolger „Den Of Thieves“. Zusammen mit Produzent Jack Douglas (Aerosmith, John Lennon!) nahmen die vier Nordamerikaner ein Album auf, dass in Sachen Rock’n’Roll-Attitüde auf einer Wellenlänge mit den Black Crowes oder den Rolling Stones zu verorten ist.

Schon „Fire Up Ahead“ zeigt worauf bei den Jungs um Frontmann Colin MacDonald Wert gelegt wird. Hier wird mächtig Gas gegeben. Ob mit tatkräftiger Unterstützung eines eindringlichen Gospelchors auf „Sweetness“, der obligatorischen cool shakenden Rassel in „Yearning“, oder dem melodiös vor sich herschlägelnden Poprockohrwurm „Makin’ Sunshine“. Ein in Kanada bekannter Musikkritiker meinte: „It’s not like The Trews invented Rock N’ Roll, but i’ll be damned if Den Of Thieves almost make me think they did.“ Und mit dieser Aussage trifft er ins Schwarze. Parallelen zu ZZ Top oder Lenny Kravitz (in seinen jüngeren Tagen) sind nicht von der Hand zu weisen. Dennoch musizieren sie ihr ganz eigenes Ding. Und das rockt, wackelt, stöhnt und kratzt nur so vor sich hin.

Ihr schnörkelloser, geradliniger Sound macht einfach Spaß. Auch mit eingängigen Melodien versehen rocken sie sich, angereichert durch Streicher, Hörner und Banjos, den „Roll“ von der Seele. Aber auch langsamer angegangene Songs wie die astreine von Piano getragene Ballade „I Can’t Say“ oder das heruntergedrosselte „Naked“ sind mit von der Partie. „Poor Ol’ Broken Hearted Me“ oder auch „Anna & Mia“ gehören wiederum in die Abteilung knackig treibende Rocknummer. Man klatscht mit, schüttelt den Kopf und die Füße entwickeln ein mitstampfendes Eigenleben.

„Den Of Thieves“ ist ein buntes und lässiges Rock’n’Roll-Album, das sowohl Fans der Black Crowes wie auch Anhängern der alten Aerosmith oder Lynyrd Skynyrd gleichermaßen Spaß bereiten wird. Und mit dem kraftvollen Elan den The Trews an den Tag legen, wird es nicht lange dauern bis sie dann auch zu den namhaftesten Künstlern Kanadas gezählt werden müssen. Im Gegensatz zu einigen andern Landsmännern- und Frauen dann aber auch zu Recht.

Anspieltipps:

  • Fire Up Ahead
  • Cry
  • Sweetness
  • Poor Ol’ Broken Hearted Me
Neue Kritiken im Genre „Rock“
Diskutiere über „The Trews“
comments powered by Disqus