Da´Ville - On My Mind - Cover
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Da´Ville On My Mind


  • Label: Groove Attack
  • Laufzeit: 54 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach „In Heaven” und “Can’t Get Over You” verbreitet Da’Ville mit seinem dritten Album „On My Mind” ein weiteres Mal schnulzige Lovesong in Lovers Rock Manier. Der 1978 in Kingston, Jamaika, geborene Sänger, Songwriter, Producer und Komponist machte bereits mit seinen Hit Singles „In Heaven“, „Can’t Get Over You“, „On My Mind“ und „This Time I Promise“ auf sich aufmerksam. Im Dezember erhielt Orville Thomas, so der Sänger mit bürgerlichem Namen, den Stone Loves „Singer Of The Year“ Award.

Mit Lyrics wie „I know I made some mistakes / Baby, it’s not too late / Believe in what we had and everything will be great” (This Time I Promise) oder “Got to get myself a girl to do the dancehall lovers rock, cause I don’t want to be lonely tonight / I got to have a lady by my side” (Dancehall Lovers Rock) präsentiert sich Da’Ville ein wenig einseitig und bietet eher dem hoffnungslosen Romantiker, als dem eingefleischten Reggaefan einen annehmbaren Hörgenuss.

Abgesehen von der Kollaboration mit der legendären Marcia Griffiths auf dem Tune “All My Life”, sowie den Wachrüttlern „This Time I Promise“, „My Heart“, „My Grade“ und „Give Thanks For What You’ve Got“, die endlich den Rahmen des im Anschein nach immer weiter rotierenden Beats durchbrechen, bekommt der fleißige Zuhörer nur Lovers Rock Songs und einfältige Produktionen auf die Ohren.

Da’Villes neue LP öffnet mit dem Remix von „Always On My Mind“ zusammen mit Sean Paul und endet mit der gleichnamigen Originalversion. Dazwischen begeistern, wie bereits erwähnt, Marcia Griffiths und Da’Villes Kollabo in „All My Life“ sowie der frische Tune „Give Thank For What You’ve Got“, der zurzeit auf Platz 8 der Deutschen Reggae Charts zu finden ist.

Stimmlich und gesanglich gibt es bei Da’Ville nichts zu meckern, nur seine Aussage über seine Musik lässt zu Wünschen übrig: „Music connects the world, but reggae dancehall connects people. It makes them listen and move at the same time. Music is my medium of expression that I use for people to vibe with me.”. Die politische Seite hat der “Big Bad Singer”, wie er auch genannt wird, komplett zur Seite geschoben und sich nur auf seine romantische Seite, die Lovesongs, konzentriert.

Im Allgemeinen sind die Beats sehr einfach struktuiert und bieten kaum Abwechslung. Die Lyrics oder der Inhalt sing keine Weltneuheit, sondern allgemein bekannt und trifft eher die Sparte R&B, als Reggae. Wer auf Lovesongs steht, die zwischen Reggae und R&B hin- und her schwanken, dürfte mit Da’Villes „On My Mind“ recht zufrieden sein. Wem das allerdings auf die Dauer, das Album ist immerhin 54 Minuten lang, zu langweilig ist, sollte besser die Finger davon lassen. Denn „On My Mind“ bleiben die Lyrics mit Sicherheit nicht. Sorry, Da’Ville, hier ist leider kein Ohrwurm-Potential.

Anspieltipps

  • All my Life
  • Give Thanks For What You’ve Got
  • My Grade
  • My Heart
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