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Hellyeah Hellyeah


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Fünf bekannte Namen aus der Hard’n’Heavy-Szene machen gemeinsame Sache und klingen dabei ebenso bretthart wie eingängig.

Hui, das riecht nach Sensation! Fünf bekannte Namen aus der Hard’n’Heavy-Szene machen gemeinsame Sache und klingen dabei ebenso bretthart wie eingängig. Da schlägt sogar ein dem Heavy Metal eher abgeneigtes Label wie Epic Records (SonyBMG) ausnahmsweise mal zu und nimmt die Jungs unter Vertag. Und hier sind sie: Chad Gray (Gesang) und Greg Tibbett (Gitarre) – beide von der Band Mudvayne, Tom Maxwell (Gitarre) und Jerry Montano (Bass) – beide von der Band Nothingface, sowie Vinnie Paul (Drums) – ehemals Damageplan und Pantera. Zusammen sind sie Hellyeah, the next big Thing in Southern Thrash!

Ins Leben gerufen wurde Hellyeah vor etwa vier Jahren von Chad Gray, Jerry Montano und Tom Maxwell nach einer gemeinsamen Tour von Mudvayne und Nothingface. Sie verabredeten sich zu einem Sideproject als Ausgleich zu ihren Hauptbands. Komplettiert wurde das Line-up von Schlagwerker Vinnie Paul, der mit seinem Einstieg in die Supergruppe eine zweijährige Auszeit vom aktiven Musikgeschehen beendete. Eingespielt haben die Fünf ihr Debütalbum im Haus des ermordeten Pantera-Gitarristen Dimebag Darrell (Vinnie Pauls Bruder) im Sommer 2005. Als Co-Producer wurde Sterling Winfield (Damageplan, Pantera, King Diamond, Mercyful Fate) verpflichtet.

Selten hat eine Platte aus der Hartwurstabteilung derart hohes Mainstreampotenzial verströmt wie diese. Mit einer gut abgestimmten Mischung aus Thrash Metal, Southern Rock und Hardcore-Einflüssen, legen Hellyeah eine unverblümte Vermengung von Mudvayne- und Pantera-Bauteilen vor, die neu zusammengesetzt eine ähnlich starke Wirkkraft besitzen wie ihre Einzelteile, an denen sich Hellyeah letztendlich auch messen lassen müssen. Wie aus einem Guss schiebt sich die wahltexanische Dampfwalze von Song zu Song an die Pegelspitze. Angefangen beim titelgebenden und ultra-fetten Bass-Drum-Monster „Hellyeah“, über das hitverdächtige Southern-Metal-Manifest „You wouldn’t know“, bis hin zu der genialen Kneipen- und Festivalhymne „Alcohoulin’ ass“.

Atmosphärisch passt hier alles. Der Gesang ist intensiv und böse („Matter of time“), lässt aber auch Raum für die eine oder andere Ballade („Thank you“). Die Riffs sind grundsätzlich vollfett und mit höchstem Coolnessfaktor gesegnet („Rotten to the core“), während Vinnie Paul an den Drums für einen stahlbetonartigen Unterbau sorgt („Goddamn“). Das macht einfach Spaß und ist schlicht und ergreifend wunderbar unterhaltsam. Ein simples und effektives Album ohne Schnörkel und lahmarschige Superstarlethargie. Viel mehr war nicht zu erwarten.

Anspieltipps:

  • Star
  • Nausea
  • Waging war
  • Alcohoulin’ ass
  • You wouldn’t know
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