Pink Cream 69 - In10sity - Cover
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Pink Cream 69 In10sity


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 59 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein gelungenes Album mehr, das sich die Band aus Karlsruhe auf die Fahne schreiben kann.

Bereits drei Jahre, in denen sich die Bandmitglieder in diversen Nebenprojekten herumtrieben, sind seit dem letzten Lebenszeichen von Pink Cream 69 vergangenen. Das neue Album „In10sity“ ist nun das (Überraschung!) zehnte Werk der Pinkies und markiert gleichzeitig das zwanzigjährige Bandbestehen. Mit dem Album kam zu einigen Veränderungen im Bandlager, mit Frontiers wurde ein neues Label gefunden und Uwe Reitenauer stieg als zweiter Gitarrist ein, womit die Gruppe zum ersten Mal zum Quintett wuchs.

Beim Sound hat sich dafür weniger getan Wie eh und je treffen melodische Rocksongs auf David Readmans erstklassigen Gesang und coole Gitarrensoli. Originell ist das ganze bestimmt nicht mehr unbedingt, Spaß macht es aber trotzdem. Gewohnt druckvoll von Basser Dennis Ward produziert schmettert einem „Children Of The Dawn“ im gewohnten Pinkies-Stil entgegen. Drummer Kosta Zafiriou legt einen peitschenden Beat vor, die Hooklines im Chorus regen an die Faust in die Luft zu recken und mitzugröhlen. Erfreulich auch, dass durch den neuen Gitarristen weniger Keyboardelemente den Sound verwässern.

Schön aggressiv geht es mit „No Way Out“ ab durch die Mitte, die erst zu simpel wirkende Hookline fängt sich zum Glück noch einmal. „Crossfire“ scheint vor schönen Melodien fast überzubrodeln, auch die Gitarristen haben ein paar Kabinettstückchen parat. Die nächsten Songs rocken nett vor sich hin, hätten aber auch ohne Probleme auf den Vorgängeralben stehen können. Etwas ernsthafter ist „Stop This Madness“ gehalten, bei dem vor allem Sänger Dennis zu Höchstleistungen aufläuft.

In eine ähnliche Kerbe schlägt auch „Out Of This World“, dass sich durch einen getragenen Mittelteil auszeichnet. Bei „Wanna Hear You Rock“ ist der Name Programm, geboten wird ein kerniger Rocksong mit peitschenden Becken, der sich insbesondere live als Kracher erweisen wird. Was fehlt jetzt noch, um ein vernünftiges Pink Cream 69 Album zu vollenden? Richtig, die feuerzeugkompatible Ballade. „Last Train To Nowhere“ fällt dann trotz Streicherunterstützung überraschend unkitschig aus.

Fazit: Ein gelungenes Album mehr, das sich die Band aus Karlsruhe auf die Fahne schreiben kann. Ein bisschen härter vielleicht als das letzte, trotzdem keine Abkehr vom altbewährtem, was bei Pink Cream 69 zum Glück nichts schlechtes sein muss.

Anspieltipps:

  • Children Of The Dawn
  • Crossfire
  • Stop This Madness
  • Last Train To Nowhere
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