Magnum - Princess Alice And The Broken Arrow - Cover
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Magnum Princess Alice And The Broken Arrow


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 63 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach Ihren Reunion haben sich Magnum einer Frischzellenkur unterzogen.

Von einer reibungslosen Karriere kann bei Magnum wirklich nicht gesprochen werden. Nachdem sich die Plattenverkäufe, angefangen beim Debüt „Kingdom of madness“ (1978) bis zum vierten Longplayer „The eleventh hour“ (1983), nicht merklich steigern und die Band eher durch ihre Bühnenpräsenz mit Größen wie Judas Priest, Whitesnake oder Def Leppard auffällt, verlieren die Plattenfirmen langsam ihr Interesse daran, neues Material von den Herrschaften herauszubringen. Die Konsequenz daraus: „On a storyteller´s night” (1985) wird fast zur Gänze aus eigener Tasche bezahlt und bringt in letzter Sekunde endlich den erhofften Erfolg und einen Major-Vertrag mit Polydor, einem Sub-Label von Universal.

Die sukzessiven Werke „Vigilante“ (1986) und „Wings of heaven“ (1988) erweisen sich als die erfolgreichsten in der Geschichte von Magnum, doch bereits mit „Goodnight L.A.“ (1990) beginnt der kommerzielle Abstieg, der nach zwei mäßigen Outputs („Sleepwalking“ (1992), „Rock art“ (1994)) zur Auflösung der Engländer führt. Um das 25jährige Jubiläum der Band herum, schließen sich Bob Catley (Gesang), Tony Clarkin (Gitarre) und Mark Stanway (Keyboard) 2002 wieder zusammen und komplettieren ihr Line-Up, das derzeit aus Al Barrow (Bass) und Jimmy Coplev (Schlagzeug) besteht.

Nach der Reunion haben sich Magnum allerdings einer Frischzellenkur unterzogen und wandelt nun nicht mehr stellenweise auf progressiven Pfaden, sondern verschreibt sich voll und ganz dem Melodic Hard Rock, was auch auf dem neuesten Werk „Princess Alice and the broken arrow“ im Opener „When we were younger“ durchscheint. Von einem fächernden Keyboardteppich getragen, eröffnet Catley mit seiner leicht rauen Stimme Werk Nummer 13, das für jeden Fan der Sparte einen wahren Leckerbissen darstellen dürfte.

„Eyes wide open“ wird im Anschluss etwas rifflastiger, genauso wie „Your lies“, „Out of the shadows“ und „Be strong“, welches gleich mit einem flotten Auftakt und ordentlichem Drive loslegt. Die restlichen Stücke begnügen sich dafür mit ruhigeren Tönen („Like brothers we stand“, „Inside your head“, „Thank you for the day“, Desperate times“), was zugunsten der Melodien und dem Zusammenspiel zwischen Piano und der gefühlvollen Arbeit Clarkins zugute kommt. Dennoch wünscht man sich gelegentlich, dass die Tracks ein wenig kürzer wären, da das Gros der durchschnittlich über 5 Minuten langen Songs hörbare Längen aufweist. Solide Kost für den melodisch veranlagten Hard Rocker ist „Princess Alice and the broken arrow“ aber allemal.

Anspieltipps:

  • Be Strong
  • Eyes Wide Open
  • You´ll Never Sleep
  • When We Were Younger
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