Itchy Poopzkid - Time To Ignite - Cover
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Itchy Poopzkid Time To Ignite


  • Label: X-Cell/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Trotz einiger Füller reicht es für einen Aufstiegsplatz.

Mit über 110 Konzerten im letzten Jahr haben sich Itchy Poopzkid im wahrsten Sinne des Wortes den Arsch abgespielt. Unter anderem waren sie als Vorband von Die Happy zu bewundern und schafften es so manches Mal einen bleibenderen Eindruck beim Publikum zu hinterlassen als die Hauptband. Dieses Jahr wollen die drei Jungs aus dem schwäbischen Eislingen an der Fils (nach ihrer Aussage eines der langweiligsten Käffer Deutschlands) es nun wirklich wissen und die Tür zum größeren Erfolg eintreten. Dies könnte ihnen mit „Time To Ignite“ auch wirklich gelingen, massenkompatibel ist die Chose allemal.

Vom knalligem Opener „Better Off Alone“ an wird dem Hörer poppiger Punkrock mit einer guten Produktion geboten. Natürlich ist es schwierig, in so einem abgegrasten Genre noch eigene Akzente setzen zu können, und so bewegt sich das Gebotene im Fahrwasser der Donots und oder auch der seligen Blink 182. Größtenteils spielen Sibbi, Panzer und Saikov allerdings auf so einem hohen Energielevel, dass das Zuhören trotzdem Spaß macht. Weniger mitreißen wird es immer dann, wenn das Trio vom Gaspedal herunter tritt. So ist die Single „Silence Is Killing Me“ einer der schwächsten Songs des Albums und das folgende „You Don’ Bring Me Down“ ist dann doch ein paar Schippchen zu poppig. „Breathing“ geht mehr in Richtung von Kinderzimmer-Bands wie Good Charlotte und ist zudem auch noch von der Doppelspitze Sibbi und Panzer ziemlich schief eingesungen. Die Ballade „Leftrightwrong“ geht soweit okay, man wäre aber auch ohne sie ausgekommen.

Zum Glück regen so gut wie alle anderen Songs zum gepflegten Wohnzimmer-Pogo an. „Big Shot“ und „Kante“ gehen beide gut nach vorne und beinhalten einige nette Riffs. Songs wie „And I Walk Away“ werden sich mit ihren Mitgrölpassagen sicher zu Live-Granaten entwickeln. Gegen Ende des Album finden sich noch einmal zwei absolute Highlights: „Personality“ kann mit cooler Gitarrenarbeit und einem gesunden Maß an wohldosierter Härte überzeugen, „Try Try Try“ mit den schönen Ska-Parts, hier spielen Itchy Poopzkid auf Erstliganiveau. Trotz einiger Füller reicht es aber immerhin noch für einen Aufstiegsplatz.

Anspieltipps:

  • Better Off Alone
  • And I Walk Away
  • Personality
  • Try Try Try
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