The Waterboys - Book Of Lightning - Cover
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The Waterboys Book Of Lightning


  • Label: W14Music/Universal
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Band oder besser gesagt Mike Scott macht wenig falsch und vieles richtig.

„The whole of the moon“ ist der einzige wirkliche Hit der Waterboys und wird wohl bis auf weiteres auch ihr einziger bleiben, obwohl die Band um Mike Scott Album um Album solide Leistungen vollbringt und mit „Fisherman’s Blues“ gar ein Meisterwerk aufgenommen hat. Den Vorwurf der Unpopularität muss sich Mike Scott persönlich gefallen lassen, denn durch den ständigen Austausch von Bandmitgliedern wird eine Identifizierung mit den Waterboys schon im Keim erstickt. Ebenso könnte man sie als „Mike Scott &Band“ bezeichnen.

Richtig klassischen Rock machen die Waterboys aber auf dem neuen Album „Book of Lightning“ und überraschen so Fans und Kritiker. Die Musik erinnert zeitweise an die Qualität vom 1988er „Fisherman’s Blues“, das hat aber auch seinen Grund: einige der Songs, zum Beispiel der Opener „Crash of Angel Wings“ stammt aus Sessions für das bekannteste Album der Band.

Manche Dinge werden sich bei den Waterboys nie verändern, Mike Scotts Gesang ist klagend und weinerlich wie nur er es kann, seine Lyrics mystisch und von bestechender Qualität. Bestes Beispiel ist „Nobody’s Baby Anymore”: in unglaublich tiefer Stimmlage klagt Scott bei wankender Midtempo-Musik mit viel Trauer und Metaphern, ein schickes Gitarrensolo gibt es obendrauf. „I went to the river and I sucked the river dry.“

Die Band oder besser gesagt Mike Scott macht wenig falsch und vieles richtig. Die Rückkehr zu alten Tugenden und Stärken wird viele schon verloren geglaubte Fans erfreuen, vielleicht sogar begeistern. „Back to the roots“ könnte man das wohl nennen – der Musik der häufig totgesagten Waterboys tut es mehr als gut. But everybody takes a tumble.

Anspieltipps:

  • Crash of Angel Wings
  • Nobody's Baby Anymore
  • Everybody Takes a Tumble
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