Josh Rouse - She´s Spanish, I´m American EP - Cover
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Josh Rouse She´s Spanish, I´m American EP


  • Label: Nettwerk/SOULFOOD
  • Laufzeit: 18 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Josh Rouse ist ein Singer/Songwriter aus dem amerikanischen Nashville, der sich bereits auf nahezu unzählige Alben berufen kann und mit dem letzten Werk „Subtitulo“ sein eigenes Label Bedroom Classics aus der Taufe hob. Dort erscheint nun auch in Zusammenarbeit mit Nettwerk die EP „She´s Spanish, I´m American“, welche begründet durch Joshs neue Heimat Spanien zusammen mit der dort ansässigen Paz Suay aufgenommen wurde und dank ihres lieblichen Akzents einiges an Herzlichkeit dazu gewinnt. Des weiteren spielt Daniel Tashian bei drei Songs Schlagzeug, was aber nur als Randnotiz zu verstehen ist – denn es handelt sich um überaus sonnige Tracks, deren Rhythmus nur selten als gewichtig zu werten ist. Viel mehr sind es die freudestrahlenden Melodien, die Josh Rouse sowie Paz Suay gelegentlich unter der Mithilfe elektronischer Rhythmus-Beigaben passend zum wohligen Klima des Frühlings verteilen.

Leider sind die 18 Minuten wirklich etwas kurz, um ein abschließendes Urteil über die auf den ersten Blick überaus fruchtende Zusammenarbeit zu fällen. Doch was den Hörer erfreut, sind leichtfüßige Arrangements und stimmliche Erhabenheiten, die mit Paz Suay einen wahren Trumpf aufbieten. Der fast schon karibische Touch vom Opener „Car Crash“ wird von ausschweifenden Orgel-Sounds und unterschwelligen Gitarren eingerahmt, denen der irgendwo spielerisch anmutende Gesang von Paz und Joshs unaufgeregten, aber sofort Herzlichkeit erzeugenden Vocals wunderbar steht. So verhält es sich auch mit „Jon Jon“, wo sich Paz Suay allein am Mikrofon sehr wohl zu fühlen scheint und markante Gitarren nebst kleinen Orchester-Additionen ein liebliches Gefühl des Heimkommens erzeugen, das die kurze Spielzeit der EP überdauert und ja vielleicht sogar ein gemeinsames Album in Aussicht stellt.

Wie sehr die dank der Dame neu dazu gewonnene spanische Komponente und die dadurch forcierte gute Laune in die Musik übergeht, merkt man an „These Long Summer Days“, in dem lediglich Josh Rouse das Zepter schwingt und deutlich melancholischer zu Werke geht. Das funktioniert allerdings mindestens genauso gut wie die vorangegangenen sonnengefluteten Klänge und ist ein echter Herzensretter, der jedem Mix-Tape übers Ver- und Entlieben mit seiner Anwesenheit einen wahren Gefallen tun würde. Wie ein gutes Mix-Tape ist auch „She´s Spanish, I´m American“ viel zu früh zu Ende und empfiehlt sich trotz des zu kurzen, fast schon unvollständigen Eindrucks bestens in Verbindung zum entspannten, träumerischen Zurücklegen auf der Couch.

Anspieltipps:

  • Jon Jon
  • These Long Summer Days
  • Answers
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